Passagiere am Flughafen Amsterdam Schiphol | picture alliance / ROBIN UTRECHT

Neue Coronavirus-Variante Omikron-Fälle in immer mehr Ländern

Stand: 28.11.2021 14:43 Uhr

Weltweit steigt die Zahl der Omikron-Fälle weiter an: Die Niederlande meldeten 13 positiv getestete Personen, Dänemark und Australien jeweils zwei - und auch bei dem Verdachtsfall in Hessen wurde die Corona-Variante nachgewiesen.

In den Niederlanden sind bei 13 Reisenden aus Südafrika Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Das teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge mit. Die Personen waren am Freitag mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM nach Amsterdam gekommen. Insgesamt hatte die Gesundheitsbehörde am Flughafen Schiphol mehr als 600 Passagiere aus zwei KLM-Maschinen getestet, 61 Tests waren positiv. Alle Betroffenen wurden in einem Quarantäne-Hotel isoliert. 

De Jonge appellierte erneut an alle seit dem vergangenen Montag aus dem südlichen Afrika in die Niederlande eingereisten Personen, sich umgehend auf Corona testen zu lassen. Inzwischen wurden die Regeln für den Zutritt zu KLM-Flugzeugen in Südafrika verschärft. Auch doppelt geimpfte Personen dürfen nur noch mit einem negativen PCR-Test an Bord, zudem muss kurz vorher auch noch ein Schnelltest negativ ausfallen. Vorher mussten Geimpfte keinen Test vorweisen.  

Verdachtsfall in Hessen bestätigt

Unterdessen hat sich der Verdacht auf eine Infektion mit der Omikron-Variante in Hessen bestätigt. Das teilte der Sozialminister des Bundeslandes, Kai Klose, auf Twitter mit. Bei dem am Samstag bekannt gegebenen Verdachtsfall sei die Mutation bei der Sequenzierung nachgewiesen worden. Bei der betroffenen Person handelt es sich den Angaben zufolge um einen Reiserückkehrer aus Südafrika. Die Person stamme aus dem Rhein-Main-Gebiet.

Am Samstag hatte die Behörde mitgeteilt, die Virologin Sandra Ciesek habe in dem Fall mehrere typische Merkmale der Virusvariante Omikron ermittelt, die von der WHO als besorgniserregend eingestuft wird. Die Person war nach Angaben des Ministeriums schon am 21. November aus Südafrika in Frankfurt angekommen. Zu diesem Zeitpunkt sei Südafrika weder als Hochrisiko- noch als Virusvariantengebiet eingestuft gewesen. Sie war den Angaben zufolge vollständig geimpft, entwickelte dann im Laufe der Woche Symptome und ließ sich testen.

Fälle auch in Dänemark und Australien

Auch in anderen Ländern gibt es mittlerweile bestätigte Fälle: Laut dem dänischen Gesundheitsinstitut SSI wurde bei zwei Verdachtsfällen im Land Omikron nachgewiesen. Die beiden Infizierten waren demnach ebenfalls mit dem Flugzeug aus Südafrika eingereist und befinden sich nun in Quarantäne.

Auch in Australiens Metropole Sydney wurde bei zwei Reisenden nach ihrer Ankunft eine Infektion mit der neuen Corona-Variante nachgewiesen. Die Fluggäste seien unter einer Gruppe von 14 anderen Personen gewesen, die aus dem südlichen Afrika angereist seien, teilten australische Behördenvertreter am Sonntag mit. Beide wiesen keine Symptome auf und seien geimpft. Die zwölf anderen Personen wurden isoliert.

Großbritannien, Italien und Tschechien hatten ebenso wie Deutschland mit den beiden Fällen in Bayern bereits am Samstag Omikron-Fälle gemeldet. Zahlreiche Länder haben inzwischen Reisebeschränkungen erlassen, um die Ausbreitung der Mutation zu verhindern.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Corona-Variante als "besorgniserregend" eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die neue Variante hat, steht allerdings noch nicht fest.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 28. November 2021 um 14:00 Uhr.