Eine S-Bahn vom Typ Bombardier Talent mit Fahrtziel Innsbruck steht im Bahnhof von Landeck-Zams an einem Bahnsteig.  | Bildquelle: picture alliance / Hauke-Christi

Konjunkturpaket 300 Millionen für Österreichs Bahnen

Stand: 22.05.2020 15:51 Uhr

Österreich hat millionenschwere Investitionen in den öffentlichen Verkehr angekündigt: Neue Regionalstrecken sollen errichtet, bestehende Strecken modernisiert und mehr Verbindungen angeboten werden. Das soll auch Jobs schaffen.

Im Kampf gegen die coronabedingte Wirtschaftskrise will Österreich 300 Millionen Euro in den öffentlichen Verkehr investieren. Wie Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) und Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) erklärten, sollen so neue regionale Bahnstrecken errichtet, bestehende modernisiert und das Angebot verbessert werden

Die erste Hälfte des 300-Millionen-Pakets wird in den Ausbau der Infrastruktur investiert. Da im Bahninfrastrukturausbau viele Aufträge an österreichische Klein- und Mittelbetriebe gingen, könnten so Tausende Jobs in der Alpenrepublik erhalten oder neu geschaffen werden.

Die zweite Hälfte des Investitionspakets soll für eine Verbesserung des Angebots genutzt werden. Dabei sollen Zugverbindungen "öfter und länger und in mehr Regionen" verkehren, hieß es.

Bahnhöfe ausbauen und modernisieren

Außerdem ist geplant, gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) Bahnhöfe auszubauen und zu modernisieren. Durch Ladestationen für E-Autos, Fahrradstellplätze und Park-and-ride-Anlagen soll der öffentliche Verkehr so attraktiver werden. Gewessler sprach hier von einem Investitionsvolumen von 250 Millionen Euro. Laut dem "Standard" ist dieses Paket nicht neu, wird aber um zwei Jahre vorgezogen.

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