Einsatzkräfte rollen eine Schwimmbarriere aus, die die Ölschwemme in der Biscaya vor Frankreich nach einer Frachterhavarie eindämmen soll. | Bildquelle: AFP

Havarie in der Biskaya Mit schwimmenden Dämmen gegen das Öl

Stand: 19.03.2019 14:51 Uhr

Ölteppiche vor der französischen Küste: Nach dem Untergang eines Frachtschiffes in der Biskaya setzen die Behörden alles daran, die Verschmutzung einzudämmen und die Küsten zu schützen.

Mit schwimmenden Dämmen will Frankreich seine Westküste vor der drohenden Ölverschmutzung schützen. Da sich das Wetter zum ersten Mal seit dem Untergang der "Grande America" gebessert habe, könne man nun beginnen, die Barrieren auszubringen, teilte die Meerespräfektur in Brest mit.

Neben den Dämmen kommen auch mehrere Spezialschiffe zum Einsatz, die die französische Marine zusammen mit der europäischen Agentur für Meeressicherheit entsandte. Die Schiffe sollen die Ölteppiche teilweise absaugen. Zuvor waren bereits Container ohne Gefahrengut von der Unglücksstelle in den Hafen von La Rochelle gebracht worden.

Schwerer Seegang erschwert den Einsatz

Bisher hatten schlechtes Wetter und hohe Wellen das Vorgehen gegen die drohende Ölkatastrophe erschwert. Vergangene Woche war das italienische Frachtschiff "Grande America" im Golf der Biskaya, rund 330 Kilometer vor der französischen Atlantikküste, gesunken. An Bord waren neben Containern und rund 2000 Fahrzeugen auch 2200 Tonnen Schweröl.

Zunächst war die Meerespräfektur von zwei Ölteppichen ausgegangen. Am Freitag wurde noch ein dritter in der Nähe des Wracks entdeckt. In dieser Woche sei aber noch nicht zu erwarten, dass die Badestrände an der Westküste vom Öl erreicht werden, teilten die Behörden mit.

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 18. März 2019 um 06:11 Uhr.

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