Bei dem Projekt "Ocean Cleanup" soll ein Müllfänger das Meer von Plastik säubern. | Bildquelle: AP

Müllfänger im Pazifik Erste Erfolge für "Ocean Cleanup"

Stand: 02.10.2019 21:27 Uhr

Mit "Ocean Cleanup" soll ein Hunderte Meter langer Müllfänger das Meer von Plastik säubern. Bislang waren die Tests erfolglos - doch nun freut sich der Erfinder: "Wir sammeln endlich Plastik."

Von Katharina Wilhelm, ARD-Studio Los Angeles

Große Mengen Plastik aus dem Meer herauszuholen - das ist das Ziel des Projekts "Ocean Cleanup". Seit einem Jahr testen Forscher im Pazifik zwischen San Francisco und Hawaii, ob die von ihnen entworfene Vorrichtung funktioniert. Dort befindet sich der sogenannte Pacific Garbage Patch, ein großer Plastikmüllwirbel.

Nun gab es einen ersten Erfolg: "Wir sammeln endlich Plastik", berichtet der Gründer des Ocean-Cleanup-Projekts, der Niederländer Boyan Slat, mit großem Stolz vor Journalisten in Rotterdam. Zum ersten Mal konnten große und kleine Plastikteile eingesammelt werden. Zuvor waren diese immer wieder aus der Vorrichtung herausgeschwommen.

Gesteuert von der Meeresströmung

Mit 18 Jahren hatte der Niederländer Slat seinen riesigen Plastikfangarm entworfen. Er sieht aus wie eine riesige Schwimmnudel. Der Clou: Die U-förmige 600-Meter-Anlage soll sich frei im Meer bewegen - nur gesteuert von der Meeresströmung. Bisher waren alle Tests gescheitert.

Ein große Unterwasserfallschirm und die Erhöhung der Fangarme über Wasser brachten nun den ersten Erfolg. Das Team sammelte große Plastikteile wie Stühle, Helme, Netze und auch Mikroplastik ein.

Die Testphase ist damit noch nicht vorbei. Bis Dezember soll der Fangarm weiter im Pazifik treiben. Das Plastik wird dann eingesammelt und recycelt. Wenn die Tests weiterhin gut laufen, könnten mehrerer dieser Anlagen gebaut werden.

"Ocean Cleanup" im Pazifik | Bildquelle: dpa
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Die U-förmige 600-Meter-Anlage soll sich frei im Meer bewegen.

Weg mit dem Plastikmüll: "Ocean Cleanup" meldet Erfolg
Katharina Wilhelm, ARD Los Angeles
02.10.2019 20:57 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Nova am 02. Oktober 2019 um 16:30 Uhr.

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