Moon Jae In (l-r), Präsident von Südkorea, Li Keqiang, Ministerpräsident von China, und Shinzo Abe, Premierminister von Japan, sprechen auf einer Pressekonferenz im Rahmen ihres Dreier-Treffens. | Bildquelle: dpa

Nordkorea-Konflikt China, Japan und Südkorea setzen auf Dialog

Stand: 24.12.2019 08:39 Uhr

In Südostasien wächst die Sorge vor einer neuen Eskalation des Atomstreits zwischen Nordkorea und den USA. Bei einem gemeinsamen Gipfel bekräftigten deshalb China, Japan und Südkorea das Ziel einer langfristigen Friedenslösung.

Bei den Bemühungen um eine atomare Abrüstung Nordkoreas wollen die Staats- und Regierungschefs aus China, Südkorea und Japan enger zusammenarbeiten. Vor dem Hintergrund der Sorgen über einen möglicherweise bevorstehenden neuen Raketentest ihres unberechenbaren Nachbarn sprachen sich Chinas Premier Li Keqiang, Südkoreas Präsident Moon Jae In und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe bei einem Dreier-Treffen in der südwestchinesischen Metropole Chengdu für eine politische Lösung des Atomkonflikts aus.

China, Japan und Südkorea sprechen sich für politische Lösung des Konfliktes aus
tagesschau 10:35 Uhr, 24.12.2019, Tamara Anthony, ARD Peking

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Es sei wichtig, den Dialog zwischen den USA und Nordkorea in Schwung zu halten, sagte Japans Premier Abe. "Wir teilen die Ansicht, dass Frieden auf der koreanischen Halbinsel im Interesse aller drei Länder ist", betonte Südkoreas Präsident Moon auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.

China mahnte zur Zurückhaltung. "Es ist notwendig, weiter Fortschritte im Dialog zu machen, angemessen mit den vernünftigen Besorgnissen aller Parteien umzugehen, eine politische Lösung für die Halbinsel zu fördern und langfristige Sicherheit in der Region zu erreichen", sagte Premier Li.

Frist bis Jahresende

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hatte US-Präsident Donald Trump eine Frist bis Jahresende gesetzt, um Entgegenkommen in den festgefahrenen Verhandlungen über das nordkoreanische Atomprogramm zu zeigen. Er stellte ein "Weihnachtsgeschenk" in Aussicht, dessen Inhalt von neuen Vorschlägen der USA abhänge.

US-Präsident Donald Trump trifft den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong. | Bildquelle: AFP
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Seit dem Treffen von Trump und Kim im Sommer sind die Verhandlungen über das nordkoreanische Atomprogramm festgefahren.

Kim fordert unter anderem den Abbau von Sanktionen und droht andernfalls mit unspezifischen Reaktionen. Daher wächst bei den nordkoreanischen Nachbarländern die Sorge, dass das Land in den nächsten Tagen neue Raketentests vornehmen könnte.

Bolton kritisiert Trump

In den USA kritisierte der frühere nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten den Kurs seines einstigen Chefs scharf. "Wir sagen, dass es inakzeptabel ist, dass Nordkorea Atomwaffen erlangt, aber das ist an diesem Punkt mehr Rhetorik als echte Politik", schrieb John Bolton auf Twitter. Es bedürfe einer wirksameren Strategie, bevor Nordkorea über Technologie verfüge, mit der es Amerika bedrohen könne.

"Die Idee, dass wir irgendwie maximalen Druck auf Nordkorea ausüben, ist leider nicht wahr", sagte Bolton zudem dem Nachrichtenportal "Axios". Sollte Pjöngjang seine Drohung wahr machen und - wie es einige befürchten - einen neuen Atom- oder Raketentest durchführen, müsse die US-Regierung zugeben, sich mit Blick auf Nordkorea geirrt zu haben. In fast drei Jahren habe die US-Regierung "keine sichtbaren Fortschritte" dabei erzielt, das abgeschottete Land dazu zu bringen, die Entwicklung von Atomwaffen nicht weiter zu verfolgen.

Wirtschaftliche Kooperation als weiteres Thema

Der Atomkonflikt war zwar das beherrschende, jedoch nicht das einzige Thema der Dreier-Gespräche in Chengdu. So sprachen die Staats- und Regierungschefs auch über den Ausbau der wirtschaftlichen Kooperation und eine Beschleunigung der Handelsgespräche. China und Japan sind die zweit- und drittgrößten Wirtschaftsnationen der Welt, während Südkorea auf Platz zwölf steht.

Allerdings sind die Beziehungen der drei Länder alles andere als gut. Streitpunkte sind ungelöste Territorialansprüche, der von China und Südkorea als unangemessen empfundene Umgang Japans mit seiner Kriegsvergangenheit und Handelsprobleme. Auch stört sich China an der engen militärischen Kooperation Südkoreas und Japans mit den USA.

Dreiergipfel in Chengdu: China, Japan und Südkorea sprechen über Nordkorea
Markus Pfalzgraf, ARD Peking
24.12.2019 07:34 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 24. Dezember 2019 um 09:00 Uhr.

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