Kim Jong Un, Archivbild | Bildquelle: dpa

Nordkorea Kim lässt offenbar Militärs hinrichten

Stand: 20.12.2017 10:21 Uhr

Nordkorea hat laut Medienberichten zwei führende Militärs hinrichten lassen. Zumindest in einem Fall soll es sich um eine Strafe für Verzögerungen bei einem Atomtest gehandelt haben. Es ist nicht das erste Mal, dass Kim Jong Un Militärs exekutieren ließ.

Von Kathrin Erdmann, ARD-Studio Tokio

Nordkoreas Führung hat offenbar erneut hochrangige Militärs hinrichten lassen. Das berichten japanische und südkoreanische Medien unter Berufung auf anonyme Quellen. Einer der Militärs wurde demnach für den Verzug beim jüngsten Atombombentest verantwortlich gemacht.

Danach sollte der Test der Wasserstoffbombe nicht - wie geschehen - Anfang September ausgeführt werden, sondern bereits im Frühjahr. Das sei aber am rechtzeitigen Bau eines dafür notwendigen Tunnels gescheitert.

Zurückgestuft, dann hingerichtet?

Bei dem zweiten Opfer soll es sich um General Hwang handeln, einem der wichtigsten Berater von Machthaber Kim Jong Un. Bereits im vergangenen Monat hatten Medien über eine nicht genannte Bestrafung des hochrangigen Militärs spekuliert. Der hochdekorierte Soldat war früher oft auf Bildern direkt neben dem nordkoreanischen Machthaber zu sehen, zuletzt soll er jedoch zurückgestuft worden sein.

Seine Exekution könnte Zeichen eines Machtkampfes innerhalb der nordkoreanischen Führung sein - und zugleich ein Hinweis darauf, dass Kim die Macht des Militärs weiter eindämmen will. Bereits 2013 hatte der Diktator ein hochrangiges Militärmitglied hinrichten lassen.

Nordkorea soll erneut hochrangige Militärs hingerichtet haben
Kathrin Erdmann, ARD Tokio
20.12.2017 09:39 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. Dezember 2017 um 06:28 Uhr.

Darstellung: