Nigerias Präsident Buhari | Bildquelle: dpa

Präsidentenwahlen in Nigeria Amtsinhaber Buhari wiedergewählt

Stand: 27.02.2019 02:45 Uhr

Bei der Präsidentenwahl in Nigeria ist Amtsinhaber Buhari wiedergewählt worden. Laut Wahlkommission erhielt er rund vier Millionen Stimmen mehr als sein Herausforderer Abubakar. Die Wahl wurde überschattet von Gewalt.

Der amtierende nigerianische Präsident Muhammadu Buhari bleibt Staatsoberhaupt des einwohnerstärksten afrikanischen Landes. Das teilte die Wahlkommission mit. Der 76-jährige Buhari habe 15,1 Millionen Stimmen erhalten, knapp vier Millionen mehr als sein Hauptrivale, der liberale Oppositionskandidat Atiku Abubakar.

Die Wahlbeteiligung lag nur bei rund 40 Prozent. Die Opposition hatte jedoch bereits am Dienstag - bevor alle 36 Bundesstaaten ausgezählt waren - die Ergebnisse als manipuliert bezeichnet. Rund 84 Millionen Nigerianer waren wahlberechtigt.

Vor den Wahlen vom Samstag war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Buhari und Abubakar vorausgesagt worden. In den vergangenen Tagen zeichnete sich dann aber immer mehr ein deutlicher Vorsprung für Buhari ab, der Nigeria seit 2015 regiert.

Auszählung der Stimmzettel in Nigeria | Bildquelle: AFP
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Die Opposition sprach von schwerem Wahlbetrug, um einen Erfolg Buharis zu sichern.

Opposition spricht von Wahlbetrug

Überschattet wurde die Wahl von gewaltsamen Zwischenfällen mit mindestens 53 Toten. Wahlbeobachter und Vertreter der Zivilgesellschaft kritisierten zudem Organisationsmängel bei der Wahl, eine Einschüchterung von Wählern und die Zerstörung von Wahlmaterialien. Die Opposition sprach von schwerem Wahlbetrug, um einen Erfolg Buharis zu sichern.

Buhari hat einen harten Kampf gegen die Korruption und eine Verbesserung der Sicherheitslage in Afrikas bevölkerungs- und ölreichstem Land versprochen. Mit ähnlichen Versprechen war der frühere General bereits 2015 angetreten. Kritiker stellen ihm aber eine schlechte Bilanz aus.

So verübt die Islamistengruppe Boko Haram weiterhin regelmäßig Angriffe. Das Land kämpft zudem weiter mit den Folgen einer Rezession. Schätzungen zufolge leben 87 Millionen der 190 Millionen Einwohner von weniger als 1,90 Dollar am Tag. Grassierende Korruption und rasantes Bevölkerungswachstum erschweren den Kampf gegen die Armut.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Februar 2019 um 04:57 Uhr.

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