City Skyline von Auckland, Neuseeland | Bildquelle: picture alliance / Newscom

Neues Gesetz Hauskauf in Neuseeland wird schwer

Stand: 15.08.2018 16:58 Uhr

Immobilien in Neuseeland sind heiß begehrt - zunehmend auch bei wohlhabenden Ausländern. Doch angesichts drastisch gestiegener Immobilienpreise dürfen diese zukünftig keine Häuser mehr kaufen.

Ausländer dürfen in Neuseeland künftig keine Häuser mehr erwerben. Das Parlament in Wellington verabschiedete eine entsprechende Gesetzesinitiative von Premierministerin Jacinda Ardern. Zuvor war der Wohnungsmarkt für Investoren weltweit zugänglich. In dem Pazifikstaat mit seinen etwa 4,7 Millionen Einwohnern sind die Immobilienpreise im vergangenen Jahrzehnt jedoch um 50 Prozent gestiegen.

Mit dem Verbot soll es Einheimischen nun leichter gemacht werden, Wohnungen und Häuser zu kaufen. Die Regierung aus Sozialdemokraten, Grünen und Populistenpartei NZF begründete das Gesetz damit, dass Neuseeländer auf dem Immobilienmarkt "von wohlhabenderen Ausländern nicht überboten" werden dürften. 

Die Regelung betrifft allerdings nur bestehende Häuser. Der Kauf von Land und der Bau von neuen Häusern ist Ausländern weiterhin erlaubt. Für Australier und Bürger aus Singapur gibt es aufgrund bestehender Freihandelsabkommen Ausnahmen. 

Werbeplakat für eine zum Verkauf stehende Immobilie in Christchurch | Bildquelle: AP
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Werbeplakat für eine zum Verkauf stehende Immobilie in Christchurch

Sehnsuchtsziel von Prominenten und Superreichen

In dem Pazifikstaat hat sich in den vergangenen Jahren zahlreiche ausländische Prominenz wie Tesla-Chef Elon Musk, PayPal-Mitbegründer Peter Thiel oder der Internet-Unternehmer Kim Dotcom niedergelassen. Immer mehr Superreiche sehen in dem geografisch isolierten Inselstaat ein ideales Rückzugsgebiet im Fall einer globalen Krise.

Das neue Gesetz löst ein Wahlversprechen der liberalen Regierung ein, die im vergangenen Jahr an die Macht gekommen ist. "Diese Regierung glaubt, dass Neuseeländer nicht von reicheren ausländischen Käufern überboten werden sollten", sagte Finanzminister David Parker. "Ob es sich um ein wunderschönes Anwesen am Seeufer oder direkt am Meer oder um ein bescheidenes Vorstadthaus handelt, dieses Gesetz stellt sicher, dass der Markt für unsere Häuser in Neuseeland liegt, nicht auf dem internationalen Markt."

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 15. August 2018 um 17:00 Uhr.

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