Bild von Mars InSight | Bildquelle: dpa

Planetenforschung NASA-Roboter "InSight" auf Mars gelandet

Stand: 26.11.2018 22:17 Uhr

"Landung bestätigt" - die NASA-Sonde "InSight" hat den Mars erreicht. In den kommenden zwei Jahren soll der stationäre Roboter den Planeten erforschen. Dafür hat er ein wichtiges Modul aus Deutschland an Bord.

Der NASA-Roboter "InSight" ist auf dem Mars gelandet. Nach einer rund 485 Millionen Kilometer langen Reise setzte der im Mai gestartete Lander in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators auf. Acht Minuten nach einem rasanten Eintritt in die Mars-Atmosphäre kamen auf der Erde Funksignale an, die das bestätigten, wie die US-Raumfahrtbehörde mitteilte.

Im NASA-Kontrollzentrum brach Jubel aus. Wissenschaftler sprangen von ihren Sitzen auf und umarmten sich. "Was ein wunderbarer Tag für die NASA", sagte der Chef der US-Raumfahrtbehörde, Jim Bridenstine.

Landung des NASA-Roboters "InSight" auf dem Mars
tagesschau 14:00 Uhr, 27.11.2018, Ingrid Betram, WDR

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In sechs Minuten von 19.800 Km/h auf Null

Die Sonde wurde mithilfe von Bremsraketen und einem Fallschirm in einem äußerst komplizierten Manöver abgesenkt. Bei der Landung musste die Sonde ihre Geschwindigkeit binnen sechs Minuten von 19.800 Kilometern pro Stunde auf Null abbremsen. Ob "InSight" ("Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport") voll funktionsfähig ist, war noch nicht klar.

Kurz nach der Landung schickte der Roboter ein erstes Foto, auf dem ein Stück der Oberfläche des Planeten und des Horizonts zu sehen sind - und ziemlich viel Staub auf der Linse.

Der NASA-Roboter "InSight" | Bildquelle: REUTERS
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Modell des NASA-Roboters "InSight". Die USA sind das bisher einzige Land, das es geschafft hat, funktionierende Forschungsrover auf dem Mars abzusetzen.

Stationäres geophysikalisches Observatorium

Als Landeplatz hatte die US-Raumfahrtbehörde eine Ebene auf dem Planeten ausgewählt. Der 360 Kilogramm schwere "InSight"-Roboter ist ein stationäres geophysikalisches Observatorium. Er kann also nicht rollen, sondern bleibt an einem Ort. Mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten soll der Roboter den Mars untersuchen und vor allem mehr über den Aufbau des Planeten und die Dynamik unter seiner Oberfläche in Erfahrung bringen.

"InSight" soll die bislang umfangreichsten Erkenntnisse über das Innere des Mars liefern. Ein in Deutschland entwickeltes Gerät, eine Art Marsmaulwurf, soll sich in den Boden bohren. Der Roboter mit dem offiziellen Namen HP3 ("Heat Flow and Physical Properties Package") wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelt. Das 40 Zentimeter lange, spitz zulaufende Gerät soll den Wärmefluss des Mars messen. Mit einem Seismometer misst "InSight" Erdbeben, Meteoriteneinschläge und alle anderen Bewegungen, die den Mars erschüttern.

Die insgesamt rund 650 Millionen Euro teure Mission ist auf zwei Jahre angelegt.

Nach erfolgreicher Landung: NASA-Sonde „Insight“ auf dem Mars
Jan Bösche, MDR
27.11.2018 13:37 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 26. November 2018 um 22:15 Uhr.

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