Der Mueller-Bericht untersucht die Verbindungen zu Russland | Bildquelle: AP

Mueller-Bericht vorgelegt Russland reagiert gelassen

Stand: 19.04.2019 13:26 Uhr

Kontakte ja, kriminelle Verschwörung nein - der Mueller-Bericht enthält in den Augen Russlands keinen Beweis für eine Einmischung in den US-Wahlkampf 2016. Der Kreml reagiert entsprechend gelassen.

Russland hat gelassen auf den Bericht von Sonderermittler Robert Mueller reagiert. Er habe keinen Beweis erbracht, dass sich Russland in den US-Wahlkampf 2016 eingemischt habe, erklärte das russische Außenministerium.

Es gebe "keine Beweise, die von irgendwelchen Fakten untermauert sind", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Der russische Präsident Wladimir Putin habe wiederholt bestritten, dass es eine Einmischung gegeben habe, "weil es keine gab". Der Bericht habe dies bewiesen.

Niemand habe jemandem geschadet

"Wie jeher akzeptieren wir derartige Anschuldigungen nicht", sagte Peskow weiter. Der Bericht behaupte, dass Moskau sich eingemischt habe. Dafür gebe es keine Beweise. Treffen zwischen russischen und amerikanischen Geschäftsleuten überhaupt als Versuche zu erwähnen, sei "schlicht absurd".

"Niemand hat hier irgendjemandem geschadet", sagte der Vertraute von Kremlchef Putin der russischen Nachrichtenagentur Agentur Tass zufolge. Es sei nun mal Teil ihrer Arbeit, solche Kontakte zu pflegen. Russland tue dies auch mit anderen Ländern in dieser Form. Geschäftsleute arbeiteten nun einmal so.

Keine Beweise für Einflussnahme

Tatsächlich sieht es der Sonderermittler als erwiesen an, dass "sich der russische Staat systematisch in die Präsidentenwahl 2016 einmischte". Dies sei über eine Kampagne in den Online-Netzwerken geschehen und durch Hackerangriffe auf die Email-Konten der Demokratischen Partei von Trumps Rivalin Hillary Clinton. Beweise für eine direkte Zusammenarbeit des Trump-Teams mit Russland fand Mueller bei seinen Ermittlungen hingegen nicht. 

Außerdem dokumentiert der Bericht von Mueller zahlreiche Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und Vertretern Russlands vor und nach der Wahl. Die Beweise reichten aber nicht für den Nachweis einer Straftat aus.

Hinzu kommt, dass Trump die Untersuchungen dem Bericht zufolge mehrfach behindert und damit die Frage nach Justizbehinderung aufgeworfen hatte.

Das US-Justizministerium teilte mit, ranghohe Demokraten und Republikaner im US-Kongress bekämen bald eine zweite Version des Berichts zur Russland-Affäre mit weniger Schwärzungen als in dessen Erstfassung zu sehen.

Nach der Veröffentlichung liegt das weitere Vorgehen nun beim Kongress. Mueller lehnt es ab, Trump wegen Justizbehinderung strafrechtlich zu verfolgen.

US-Justizministerium veröffentlicht Mueller-Report
Tagesthemen 23:30 Uhr, 18.04.2019, Stefan Niemann, ARD Washington

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 18. April 2019 um 23:23 Uhr. Zudem berichtete über dieses Thema Deutschlandfunk24 am 19. April 2019 um 14:00 Uhr in den Nachrichten.

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