Satellitenbild des Zyklon "Kenneth"  | Bildquelle: REUTERS

Wirbelsturm "Kenneth" Weiterer Zyklon erreicht Mosambik

Stand: 26.04.2019 06:59 Uhr

Mosambik droht eine neue Wetterkatastrophe: Zyklon "Kenneth" zieht über das Land hinweg, das erst kürzlich von einem Wirbelsturm verwüstet worden war. Auf den Komoren gab es bereits Tote und schwere Schäden.

Etwa einen Monat nach dem tödlichen Zyklon "Idai" zieht ein neuer schwerer Wirbelsturm über Mosambik hinweg. "Kenneth" traf gestern Abend in der nördlichen Provinz Cabo Delgado auf Land. Bäume stürzten um, Boote wurden zerstört.

Die Vereinten Nationen warnten vor Überschwemmungen und Erdrutschen durch tagelange heftige Regenfälle im Gefolge des Zyklons. Zuvor war "Kenneth" über die Komoren hinweggezogen. Laut Behörden gab es auf der Inselgruppe drei Tote und schwere Schäden.

Alle Flüge nach Pemba im Norden Mosambiks waren am Donnerstag wegen "Kenneth" abgesagt worden. In der Stadt fiel im Tagesverlauf der Strom aus, heftige Windböen fegten seit dem Nachmittag durch die Stadt.

Auf den Komoren hinterlässt "Kenneth" zerstörte Häuser und entwurzelte Bäume. | Bildquelle: AFP
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Auf den Komoren hinterlässt "Kenneth" zerstörte Häuser und entwurzelte Bäume.

Hilfsgelder reichen bereits jetzt nicht aus

In Berlin warnte die Hilfsorganisation Care, sollte "Kenneth" so schwer wüten, wie von Meteorologen vorhergesagt, wäre dies "eine doppelte Katastrophe". Die für Zyklon "Idai" bereitgestellten Hilfsgelder reichten bereits jetzt kaum aus, sagte Ninja Taprogge. Für die Folgen eines zweiten Sturms seien schlichtweg nicht genügend Ressourcen verfügbar.

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften erklärte, sie sei "besonders besorgt" wegen möglicher Schäden durch "Kenneth" in Mosambik, "wo die Bevölkerung sich gerade von den Schäden durch den Zyklon 'Idai' erholt". Ein erneuter Sturm sei "ein weiterer Schlag für das mosambikanische Volk" , erklärte auch das Welternährungsprogramm, das "Idai"-Opfer mit Lebensmitteln versorgt.

Erst Mitte März hatte der Zyklon "Idai" das Zentrum Mosambiks getroffen und große Verwüstungen hinterlassen. Hunderttausende Menschen waren zeitweise obdachlos, Überschwemmungen zerstörten das Ackerland von etwa einer halben Million Bauern. Rund 600 Menschen kamen ums Leben. Auch die Nachbarländer Simbabwe und Malawi waren betroffen.

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Die Folgen des Zyklons "Idai"

Menschen stehen vor ihren zerstörten Hütten

Am 15. März hatte der Zyklon "Idai" weite Teile von Mosambik, Malawi und Simbabwe verwüstet und mit heftigen Regenfällen vor allem in Mosambik riesige Landstriche unter Wasser gesetzt. | Bildquelle: dpa

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. April 2019 um 05:00 Uhr.

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