"Golden State Killer" steht in Kalifornien vor Gericht | Bildquelle: REUTERS

Prozess in Kalifornien "Golden State Killer" gesteht vor Gericht

Stand: 29.06.2020 22:52 Uhr

Raubzüge, Vergewaltigungen, Morde: Vor 40 Jahren startete James DeAngelo eine Serie brutaler Verbrechen. Jetzt gestand der "Golden State Killer" vor Gericht - um der Todesstrafe zu entgehen.

Der als "Golden State Killer" bekannt gewordene Ex-Polizist James DeAngelo hat sich vor einem Gericht in Kalifornien schuldig bekannt, 13 Morde, Dutzende Vergewaltigungen und mehr als 100 Einbrüche begangen zu haben.

In dem Prozess in Kaliforniens Hauptstadt Sacramento räumte DeAngelo die Morde und andere Gewalttaten ein, die er vor rund 40 Jahren begangen hatte. Im Gegenzug verzichtete die Staatsanwaltschaft auf die Forderung nach der Todesstrafe für den Angeklagten. DeAngelo erwartet nun eine lebenslange Haftstrafe.

Ermittler suchten auf Plattformen für Ahnenforschung

Nach einer Mord- und Vergewaltigungsserie in den 1970er- und 1980er-Jahren in verschiedenen Teilen Kaliforniens war DeAngelo erst im April 2018 in einem Vorort von Sacramento festgenommen worden. Die Ermittler waren ihm auf die Spur gekommen, indem sie eine an einem Tatort gefundene DNA-Spur mit Daten einer Internetseite für Ahnenforschung abglichen. Sie stießen so auf einen Verwandten DeAngelos und konnten den Kreis der Verdächtigen immer weiter eingrenzen.

Kaltblütigkeit versetzte Kalifornien in Angst und Schrecken

Mit seiner Kaltblütigkeit versetzte der Täter den Westküstenstaat zehn Jahre lang in Angst und Schrecken. Seine Opfer waren zwischen 14 und 41 Jahre alt. Die Taten endeten abrupt 1986. Erst danach kamen Ermittler zu dem Schluss, dass die Taten einer einzigen Person zuzuordnen seien, der sie den Namen "Golden State Killer" gaben. Zuvor hatte er im Norden Kaliforniens als "East Area Rapist" gegolten, im Süden des US-Staates lief er bei der Polizei unter dem Namen "Original Night Stalker".

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