Der neue mexikanische Präsident Obrador nach seinem Wahlsieg | Bildquelle: AFP

Wahl in Mexiko Links-Nationalist López Obrador neuer Präsident

Stand: 02.07.2018 06:48 Uhr

Politischer Umbruch in Mexiko: Lopez Obrador, der Kandidat der linken Morena-Partei, gewinnt einer ersten offiziellen Hochrechnung zufolge die Präsidentschaft. Die bisherige Regierungspartei gestand ihre Niederlage ein.

Andrés Manuel López Obrador wird voraussichtlich der nächste Präsident Mexikos. Nach einer ersten offiziellen Hochrechnung liegt der Links-Nationalist bei der Wahl zum Staatsoberhaupt des amerikanischen Staats deutlich in Führung.

Demnach stimmten für den 64-Jährigen der Partei Morena bei der Wahl am Sonntag zwischen 53 und 53,8 Prozent der Wähler, wie der Wahlrat mitteilte. Ricardo Anaya, Kandidat der Partei PAN kam demnach auf 22,1 bis 22,8 Prozent, der Kandidat der amtierenden Regierungspartei PRI, José Antonio Meade, erreichte 15,7 bis 16,3 Prozent. Meade gestand seine Niederlage ein und sagte, die Tendenzen seien nicht günstig. Anaya rief López Obrador bereits an, um ihm zum Wahlsieg zu gratulieren.

López Obrador ist Mexikos neuer Präsident
tagesschau 12:00 Uhr, 02.07.2018, Xenia Böttcher, ARD Mexico City

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Historisches Ergebnis

Das Ergebnis ist historisch: In der noch jungen Geschichte der mexikanischen Demokratie hat noch nie ein Präsidentschaftskandidat so viele Stimmen erhalten.

López Obrador ist angetreten um das Land umzugestalten. In Mexiko herrschen Korruption, Armut, Gewalt und Straflosigkeit. Im vergangenen Jahr wurden etwa 29.000 Menschen ermordet. Ebenfalls historisch ist die Ablehnung des scheidenden Präsidenten der Partei der Institutionalisierten Revolution Enrique Peña Nieto: Er verabschiedet sich mit Zustimmungswerten im einstelligen Bereich. Seine Regierungszeit, die am 1. Dezember endet, war überschattet von Korruptionsskandalen und einem extremen Anstieg der Gewalt.

Anhänger Lopez Obrador in Mexiko-Stadt | Bildquelle: AFP
galerie

Nach den ersten Hochrechnungen strömen die Anhänger von Lopez Obrador auf dem Zocalo-Platz

Rund 89 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Offizielle Angaben zur Wahlbeteiligung werden erst im Laufe des Tages erwartet.

US-Präsident Donald Trump gratulierte López Obrador auf Twitter zum Wahlsieg. "Ich freue mich darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten. Es gibt viel zu tun, wovon die USA und Mexiko profitieren werden", schrieb Trump.

Wahlen auf allen Ebenen

Auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt konnte sich die Partei von López Obrador durchsetzen. Nach ersten Auszählungen wurde dort Claudia Sheinbaum zur neuen Bürgermeisterin gewählt. Sheinbaum ist die erste Frau, die in das Amt gewählt wurde.

Am Sonntag wurden in Mexiko darüber hinaus auch politische Posten in 30 von 32 Bundesstaaten neu bestimmt. Zudem wurden in beiden Kongresskammern 500 Abgeordneten- und 128 Senatorenplätze neu besetzt und acht neue Gouverneure gewählt. Auf lokaler Ebene mussten rund 1600 Bürgermeister bestimmt werden.

Keine größeren Zwischenfälle

Die Wahl verlief nach Angaben von Beobachtern ohne größere Zwischenfälle. "Was wir sehen, ist Harmonie und eine massenhafte Wahlbeteiligung", sagte der Leiter der Wahlbeobachtung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Leonel Fernández.

Der Wahlkampf in Mexiko wurde von Gewalt gegen Politiker überschattet. In den vergangenen zehn Monaten waren mehr als 120 Politiker umgebracht worden.

Mit Informationen von Anne-Katrin Mellmann, ARD-Studio Mexiko-Stadt.

Mexikos neuer Präsident ist López Obrador
Anne-Katrin Mellmann, ARD Mexiko-Stadt
02.07.2018 07:28 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. Juli 2018 um 05:08 Uhr.

Darstellung: