Griechenlands Regierungschef Tsipras und sein mazedonischer Amtskollege Zaev (Foto vom 17. Mai 2018) | Bildquelle: REUTERS

Griechenland verkündet Einigung Namensstreit um Mazedonien beigelegt

Stand: 12.06.2018 18:30 Uhr

Es sei eine gute Lösung - Griechenlands Ministerpräsident Tsipras hat eine Einigung im Namensstreit mit Mazedonien verkündet. Der Konflikt währt seit mehr als 25 Jahren. Auch jetzt gibt es noch Gegner.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat eine Einigung im Namenskonflikt mit Mazedonien verkündet. Es sei eine "gute" Lösung gefunden worden, sagte Tsipras. Vorangegangen waren mehrmonatige Verhandlungen zwischen beiden Staaten Südosteuropas unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen.

Wichtigster Punkt der Vereinbarung zur Beilegung des Streits ist nach den Worten von Tsipras, dass der nördliche Nachbar Griechenlands seine Verfassung ändert und den Namen Mazedonien "mit einer zusätzlichen geografischen Bezeichnung" annimmt. Alle Bedingungen Griechenlands bei der Namenswahl seien erfüllt worden, sagte Tsipras.

Als Gegenleistung für die Namensänderung will sich die griechische Regierung nicht mehr gegen den Beitritt dieser Republik in die NATO sperren und auch die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen nicht mehr blockieren, berichtete das griechische Staatsfernsehen unter Berufung auf Regierungskreise.

Mazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev erklärte, sein Land werde künftig "Republik Nord-Mazedonien" heißen.

Griechenland und Mazedonien erreichen Einigung im Namensstreit
tagesschau 12:00 Uhr, 13.06.2018, Till Rüger, ARD Wien

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Streit dauert seit mehr als 25 Jahren an

Der Namensstreit geht auf den Zerfall Jugoslawiens Anfang der 1990er-Jahre zurück, als die damalige Teilrepublik Mazedonien ihre Unabhängigkeit erklärte. Im Norden Griechenlands liegt eine gleichnamige Region. In Griechenland wird befürchtet, dass mit dem Landestitel Ansprüche auf die nordgriechische Region Makedonien geltend gemacht werden.

Griechischen Gegnern eines Kompromisses ist eine Bezeichnung "Nord-Mazedonien" aber immer noch zu sehr am Original angelehnt.

Verteidigungsminister Panos Kammenos, dessen rechtspopulistische Partei "Unabhängige Griechen" Koalitionspartner von Tsipras' Regierungspartei Syriza ist, erklärte, er würde bei einem Votum im Parlament gegen eine solche Vereinbarung stimmen. Tsipras wäre dann auf Stimmen aus der Opposition angewiesen.

In der mazedonischen Hauptstadt Skopje sagte Präsident Djordje Ivanov, er sei weiter gegen eine Verfassungsänderung. Diese dürfte es gemäß dem Vereinbarungsentwurf wahrscheinlich geben.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. Juni 2018 um 18:00 Uhr.

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