Maya-Schatz in Höhle auf Yucatan | Bildquelle: AP

Höhle in Mexiko Archäologen entdecken Maya-Schatz

Stand: 05.03.2019 16:38 Uhr

Archäologen sprechen von einem Sensationsfund: In einer mexikanischen Höhle haben Forscher Hunderte Gefäße der Maya entdeckt. Sie erhoffen sich dadurch mehr Kenntnisse über das Leben der Ureinwohner.

In einer Höhle in Mexiko haben Archäologen einen Maya-Schatz entdeckt. Dabei handelt es sich um Hunderte Gefäße und andere Objekte, die laut Schätzungen des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte in Mexiko aus den Jahren 700 bis 1000 stammen.

"Wir haben außergewöhnliches Material in einem großartigen Erhaltungszustand gefunden", sagte der Archäologe Guillermo de Anda. Entdeckt wurden die Gefäße in der Balamkú-Höhle auf der Halbinsel Yucatán, rund zwei Kilometer entfernt von der berühmten Stufenpyramide Kukulcán in der Ruinenstadt Chichén Itzá.

De Anda erklärte, die Objekte könnten helfen, die Ursprünge, das Leben und den Glauben der früheren Einwohner der Maya-Siedlung zu verstehen. Chichén Itzá wurde um 750 vor Christus gegründet.

Maya-Schatz in Höhle auf Yucatan | Bildquelle: AP
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Ausgrabungsleiter Guillermo de Anda mit Funden in der Höhle: An manchen Stellen mussten die Archäologen über den Boden robben.

Hinweisen von Anwohnern nachgegangen

Die Archäologen waren im vergangenen Jahr dank Hinweisen von Anwohnern auf die Höhle gestoßen. Deren Existenz war schon länger bekannt, aber nicht dokumentiert. Zudem war sie verschlossen. Ihr Eingang befindet sich 24 Meter unter der Erde. "Das ist eine der wichtigsten Höhlen in Yucatán", sagte de Anda. "Was wir gefunden haben, ist unglaublich und in unverändertem Zustand."

Die Höhle umfasst mehrere Kammern, die mit teils engsten Gängen verbunden sind. Die Archäologen hätten an manchen Stellen über den Boden robben müssen. Sein Team habe bislang rund 460 Meter der Höhle erkundet. Die genauen Ausmaße seien noch unklar.

2015 wurde unter Kukulkán ein Cenote - ein mit Süßwasser gefülltes Erdloch - entdeckt. Auf der Halbinsel Yucatán gibt es zahlreiche solcher Höhlen, die den Kalksteinboden durchlöchern und teilweise über Kilometer miteinander verbunden sind. Beim indigenen Volk der Maya galten Cenotes als heilige Orte, die zeremoniellen Zwecken dienten.

Maya-Schatz in Höhle auf Yucatan | Bildquelle: AP
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Die Schätze stammen aus präkolumbischer Zeit aus den Jahren 700 bis 1000.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. März 2019 um 08:00 Uhr.

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