Zerstörung in der jemenitische Stadt Saada | Bildquelle: AFP

Krieg auf arabischer Halbinsel USA fordern Waffenstillstand im Jemen

Stand: 31.10.2018 06:54 Uhr

Die humanitäre Lage im Jemen ist nach vier Jahren Krieg katastrophal. Bis zu 14 Millionen Menschen sind von Hunger bedroht. Nun forderten die USA die Konfliktparteien zum Waffenstillstand auf und stellten ein Ultimatum.

Die USA haben einen Waffenstillstand und Friedensgespräche im Bürgerkriegsland Jemen binnen 30 Tagen gefordert. Es seien jetzt Friedensbemühungen nötig, sagte US-Verteidigungsminister James Mattis in Washington.

"Wir wollen alle auf Grundlage eines Waffenstillstandes am Verhandlungstisch sehen", so Mattis. Er gehe davon aus, dass Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, die am Jemen-Konflikt beteiligt sind, dazu bereit seien.

US-Verteidigungsminister James Mattis gestikuliert bei einer Pressekonferenz im Pentagon | Bildquelle: REUTERS
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US-Verteidigungsminister James Mattis: "Wir wollen alle auf Grundlage eines Waffenstillstandes am Verhandlungstisch sehen."

Stopp der gegenseitigen Angriffe

US-Außenminister Mike Pompeo forderte, die Raketen- und Drohnenangriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate müssten aufhören. Auch die von Saudi-Arabien geführte Koalition müsse ihre Luftangriffe im Jemen stoppen.

Pompeo verlangte Beratungen im November unter Leitung des UN-Sondergesandten Martin Griffiths. Darüber hinaus müsse über die Ansammlung schwerer Waffen unter internationaler Beobachtung beraten werden.

Bereits rund 10.000 Menschen getötet

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Krieg zwischen den vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen und den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. In dem Konflikt wurden bereits rund 10.000 Menschen getötet. 

Die humanitäre Lage ist katastrophal: Die Vereinten Nationen warnten kürzlich, bis zu 14 Millionen Menschen seien in dem Land vom Hunger bedroht.

Mangelernährtes Kind im Jemen | Bildquelle: dpa
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Die UN warnen vor einer Verschärfung der Hungersnot im Jemen. Schon bald könnte die Hälfte der Bevölkerung betroffen sein - rund 14 Millionen Menschen.

Kritik an Rüstungslieferung

Saudi-Arabien steht seit Beginn des militärischen Vorgehens im Jemen in der Kritik, mit Rüstungsgütern aus westlichen Ländern einen erbarmungslosen Krieg zu führen. Zuletzt wurden im Zusammenhang mit der Tötung des saudischen Journalisten und Monarchie-Kritikers Jamal Khashoggi erneut Forderungen formuliert, europäische Rüstungslieferungen an das Land einzustellen.

Frankreich und Deutschland sind in der Frage eines Waffenembargos gegen Saudi-Arabien jedoch gespalten. Mit kaum verhohlener Kritik am Partner Deutschland bezeichnete Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in der vergangenen Woche die Forderungen nach einem Lieferstopp wegen des Falls Khashoggi als "reine Demagogie". Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte, dass Deutschland vorerst keine Waffen mehr nach Saudi-Arabien exportieren werde.

Krieg im Jemen: US-Regierung schlägt Friedensverhandlungen in neutralem Land vor
tagesschau 12:00 Uhr, 31.10.2018, Alexander Stenzel, ARD Kairo

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Oktober 2018 um 04:42 Uhr.

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