Stimmauszählung nach der Präsidentenwahl in Mali | Bildquelle: REUTERS

Mali Wahl in einem Klima der Unsicherheit

Stand: 29.07.2018 21:48 Uhr

Bei der Präsidentschaftswahl in Mali zeichnet sich eine geringe Wahlbeteiligung ab. Ein Grund ist die Angst vor Anschlägen islamistischer Terroristen. Erste Ergebnisse werden Mitte der Woche erwartet.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen haben die Bürger im westafrikanischen Staat Mali einen neuen Präsidenten gewählt.

Die rund acht Millionen Wahlberechtigten konnten sich zwischen 24 Kandidaten entscheiden. Die größten Chancen wurden dem amtierenden Staatschef Ibrahim Boubacar Keïta zugerechnet, der sich um eine zweite Amtszeit bewirbt. Er kann jedoch nur eine dürftige Bilanz vorweisen. Die Sicherheitslage verschlechterte sich während seiner Amtszeit, zudem wird ihm Korruption vorgeworfen.

Präsidentschaftswahlen in Mali
tagesschau 20:00 Uhr, 29.07.2018, Caroline Hoffmann, ARD Nairobi

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Der wichtigste Herausforderer, Oppositionsführer Soumaïla Cissé, könnte sich nach Meinung von Experten daher genügend Stimmen für eine Stichwahl sichern. Diese würde in zwei Wochen stattfinden.

Zwischenfälle im Norden und im Zentrum

Es zeichnete sich eine geringe Wahlbeteiligung ab. Beobachtern zufolge lag dies wohl auch an der Angst der Bürger vor Anschlägen islamistischer Terrorgruppen auf Wahllokale. Nachdem die Abstimmung zunächst weitgehend friedlich angelaufen war, wurden später Zwischenfälle gemeldet.

Der malische Präsident Keita | Bildquelle: REUTERS
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Präsident Keïta stellt sich zur Wiederwahl.

Aus mehreren Bezirken vom allem im unruhigen Norden und Zentrum Malis kamen Berichte über bewaffnete Angriffe auf Stimmbüros. In der Ortschaft Lakia bei Timbuktu hätten Dschihadisten bei einem Überfall in der Nacht die Wahlurnen angezündet, sagte ein örtlicher Beamter der französischen Nachrichtenagentur AFP. Dort und in weiteren Dörfern konnte die Wahl nach Angaben aus Sicherheitskreisen nicht stattfinden.

Soldaten sichern Straßen in der Hauptstadt Bamako | Bildquelle: AFP
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Die Sicherheitslage ist aufgrund von Islamisten und Spannungen zwischen den Volksgruppen fragil.

In Dianke im Zentrum des Landes zündeten Bewaffnete zwei Wahlbüros an, wie die Behörden mitteilten. Dort hatte Oppositionskandidat Soumaila Cissé zuvor seine Stimme abgegeben.

Mehrere Parteien hatten bereits vorab Zweifel an einem korrekten Verlauf der Abstimmung geäußert, nachdem auf der Website der Wahlkommission doppelte und fiktive Wahllokale aufgeführt wurden.

Die Auszählung der Stimmen begann am Abend nach Schließung der Wahllokale. Die ersten Auszählungsergebnisse werden 48 Stunden nach Schließung der Wahllokale erwartet, ein amtliches Ergebnis soll am 3. August vorliegen. Falls kein Kandidat die erforderliche Mehrheit erhält, ist für den 12. August eine Stichwahl vorgesehen.

Schwer bewacht, misstrauisch beäugt: Malis Präsidentschaftswahl
Jens Borchers, ARD Rabat
29.07.2018 21:13 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. Juli 2018 um 20:00 Uhr.

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