Außenmminister Heiko Maas besucht die Unglücksstelle des Busunfalls in Madeira | Bildquelle: HOMEM GOUVEIA/EPA-EFE/REX

Nach Busunglück auf Madeira "Es dürfen keine Fehler gemacht werden"

Stand: 18.04.2019 22:38 Uhr

Nach dem Busunglück auf Madeira sind immer noch nicht alle Toten identifiziert. Außenminister Maas sprach von einer schwierigen Aufgabe, bei der keine Fehler gemacht werden dürften. Deshalb seien auch BKA-Beamte auf dem Weg.

Nach dem tragischen Busunglück mit zahlreichen deutschen Todesopfern hat Bundesaußenminister Heiko Maas die Unglücksstelle auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira besucht. Zusammen mit seinem portugiesischen Kollegen Augusto Santos Silva und dem Vizepräsidenten der Regionalregierung von Madeira, Pedro Calado, legte Maas einen Kranz nieder.

Er bedankte sich bei den portugiesischen Behörden für die "großartige Zusammenarbeit in einer ganz schwierigen Zeit". Die Bundesregierung arbeite "mit Hochdruck daran, die Verletzten, die transportfähig sind, nach Hause zu bringen, diejenigen, die ums Leben gekommen sind, zu identifizieren, und die Angehörigen zu informieren", sagte Maas.

Das sei eine "sehr schwierige Arbeit, bei der keine Fehler gemacht werden dürfen, bei der alles sehr sicher sein muss". Deshalb seien mittlerweile auch Beamte des Bundeskriminalamts auf dem Weg nach Madeira.

Auf Madeira ist ein Reisebus mit deutschen Urlaubern in die Tiefe gestürzt. | Bildquelle: AP
galerie

Der Reisebus ist in der Gemeinde Caniço in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus gestürzt.

Identifizierungen bis Samstag abgeschlossen

Das portugiesische Außenministerium hatte von 29 deutschen Todesopfern gesprochen.

Die Identifizierung der Opfer soll nach Angaben des Hospitals "Dr. Nélio Mendonça" in Funchal voraussichtlich bis Samstag abgeschlossen sein. 27 Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, laut Medienberichten die meisten ebenfalls Deutsche sowie zwei Portugiesen: der Fahrer und ein Reiseführer. Angaben der Regionalregierung vom Abend zufolge schwebte keiner mehr in Lebensgefahr.

Bundesaußenminister Maas will Betroffene des Busunglücks auf Madeira unterstützen
tagesschau 09:00 Uhr, 19.04.2019, Natalia Bachmayer, ARD Madrid

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Passagiere berichten von "Bus außer Kontrolle"

Das Buswrack wurde am frühen Morgen geborgen, Bilder zeigen ein eingedrücktes Dach, die Fensterscheiben zerstört.

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist weiter unklar. Passagiere, die den Unfall nahezu unversehrt überstanden, berichteten von einem Bus außer Kontrolle. "Er wurde schneller und schneller und dann überschlug er sich", erzählte ein deutscher Tourist, der gemeinsam mit seiner Frau in dem Bus gesessen hatte.

Seine Frau erzählte, dass ein Tipp auf dem Hinflug wohl dafür gesorgt habe, dass sie glimpflich davon kamen. Im Flugzeug wurde erklärt, was zu tun sei. "Wir kauerten uns zusammen wie die Babys. Und das war unser Glück."

Außenminister Heiko Maas (3.v.r) und der portugiesische Außenminister Augusto Santos Silva (2.v.l) stehen an der Unfallstelle des Busunglücks auf Madeira. | Bildquelle: dpa
galerie

Außenminister Heiko Maas und sein portugiesischer Kollege Augusto Santos Silva (zweiter von links) haben an der Unglücksstelle einen Kranz niedergelegt.

Busfahrer soll befragt werden

Die Behörden warnten vor vorschnellen Bewertungen. Hinweise auf die Unglücksursache erhoffen sich die Ermittler durch die Befragung des Busfahrers. Der liegt verletzt im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.

Die Urlauber hatten von ihrem Hotel im östlich der Inselhauptstadt gelegenen Ort Caniço zu einem traditionellen Abendessen nach Funchal fahren wollen. Nur rund 250 Meter vom Hotel entfernt war der Bus in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und mehrere Meter tief gestürzt.

Busunglück in Madeira: Maas besuchte die Opfer
Christopher Plass, HR
19.04.2019 08:12 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 19. April 2019 um 23:30 Uhr.

Darstellung: