Heiko Maas und Logo der Vereinten Nationen | Bildquelle: dpa

Maas bei UN-Generaldebatte Klimawandel fördert Konflikte

Stand: 26.09.2019 08:53 Uhr

Klimaschutz und die Vermeidung von Kriegen: Die beiden Themen hat sich Außenminister Maas bei der UN-Generaldebatte auf die Fahnen geschrieben. Zwischen beiden Themen sieht er auch direkte Zusammenhänge.

Von Evi Seibert, ARD-Hauptstadtstudio

Seit Dienstag wird in New York ununterbrochen geredet. In jedem Konferenzraum, in den benachbarten Hotels und natürlich am Rednerpult. Heute Nacht trat der deutsche Außenminister Heiko Maas an, in der Disziplin: "Redemarathon namens Generaldebatte". Der deutsche Außenminister machte dabei genau da weiter, wo Kanzlerin Angela Merkel vor wenigen Tagen aufgehört hatte: bei der Nachhaltigkeit.

Allerdings nicht nur in puncto Umweltschutz. Maas erklärte, was er unter nachhaltiger Außenpolitik versteht:

"Nachhaltig ist eine Außenpolitik, die auf dauerhafte Konfliktlösung setzt, die alle Akteure einbindet und so für Akzeptanz und Stabilität sorgt. Die auf Prävention setzt statt den Ereignissen immer nur hinterher zu rennen. Die auf tragfähige Abkommen setzt statt auf schnelle Deals - auf Kosten anderer."

Außenminister Maas wirbt für internationale Zusammenarbeit
tagesschau 12:00 Uhr, 26.09.2019, Birgit Virnich,

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Forderung nach Gesprächen

Als dringendstes und wichtigstes Beispiel führte Maas die Lage im Mittleren Osten an. Schon den ganzen Tag hatte er in Interviews auf die drohende Kriegsgefahr hingewiesen. Es sei überfällig, dass sich die beteiligten Länder um eine friedliche Lösung bemühten, bevor es zu spät sei.

Maas gab noch einmal dem Iran die Verantwortung für die Angriffe auf saudische Ölanlagen, forderte aber auch die Amerikaner auf, sich am Friedensprozess zu beteiligen: "Der einzige Weg in Richtung Entspannung sind Gespräche zwischen den USA und dem Iran", sagte Maas.

Appell an Rouhani

Hinter den Kulissen haben sich die Deutschen mehrfach mit Iranern, Amerikanern und Saudis getroffen. Maas sieht für Deutschland dabei auch eine aktive Rolle als Vermittler. Die Friedensinitiative, die Irans Präsident Rouhani gestern in New York angekündigt hat, wird von den Deutschen eher skeptisch gesehen. "Wir haben das zur Kenntnis genommen und hoffen nur, dass es auch glaubwürdig ist", so der knappe Kommentar des deutschen Außenministers.

Dass sich Präsident Rouhani und US-Präsident Donald Trump tatsächlich diese Woche in New York persönlich treffen könnten, ist nach wie vor völlig unklar. Rouhani hat in seiner Rede gestern mehrfach die Amerikaner aufgefordert, sich aus dem Mittleren Osten raus zuhalten. Amerika sei kein Nachbar der Region und dort unerwünscht. In seiner Rede konterte Maas die Alleingänge dieser Nationalisten: "Wer sein Land liebt, der setzt auf Zusammenarbeit - denn nur so haben wir alle eine Zukunft".

Klimawandel als Schwerpunkt

Klimawandel werde für die Deutschen, die zurzeit Mitglied im UN-Sicherheitsrat sind, das nächste große Thema. Der Zusammenhang zwischen Sicherheit und Klimawandel werde ein Schwerpunkt ihrer Arbeit werden. Auch darauf wies Maas in seiner Rede noch einmal hin: "Wenn die Menschen keinen Zugang mehr zu sauberem Trinkwasser haben, ganze Ernten wegen Dauerdürren ausfallen und Konflikte um die wenigen verbleibenden Ressourcen beginnen, werden die Kriege der Zukunft Klimakriege sein."

Außenminister Maas und Kanzlerin Merkel: In New York präsentierten die Deutschen sich als Klimaschützer. 

Maas beim UN-Redemarathon in New York
Evi Seibert, ARD Berlin
26.09.2019 06:37 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 25. September 2019 um 22:14 Uhr. Zudem berichtete über dieses Thema B5 aktuell am 26. September 2019 um 08:04 Uhr.

Korrespondentin

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Evi Seibert, SWR

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