Überfüllte Busse in London

Überfall im Nachtbus Festnahmen nach Angriff auf lesbisches Paar

Stand: 09.06.2019 10:53 Uhr

Sie wurden homophob beschimpft, geschlagen und ausgeraubt: Nach dem Angriff auf ein lesbisches Paar in einem Londoner Bus nahm die Polizei fünf Verdächtige vorübergehend fest. Premierministerin May sprach von einer widerwärtigen Tat.

Mehrere Jugendliche haben ein lesbisches Paar in einem Londoner Doppeldeckerbus krankenhausreif geschlagen. Die Gruppe soll zuvor die beiden Frauen mit homophoben Sprüchen beschimpft und verlangt haben, sich zu küssen. Als das Paar sich weigerte, seien die Täter gewalttätig geworden. Die aus den USA und Uruguay stammenden Frauen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Scotland Yard nahm zunächst fünf Verdächtige zwischen 15 und 18 Jahren fest. Den mutmaßlichen Tätern wird der Polizei zufolge Körperverletzung und Diebstahl vorgeworfen - sie hatten den beiden Frauen auch eine Tasche und ein Handy gestohlen. Sie wurden gegen Kaution wieder freigelassen, Anfang Juli müssen sie sich wieder melden.

Der Angriff in der britischen Metropole ereignete sich bereits am 30. Mai im oberen Stockwerk eines Nachtbusses. Eine der Frauen veröffentlichte ein Bild von sich und ihrer Freundin nach dem Vorfall auf Facebook.

Premierministerin May verurteilt Tat

Die Aufnahme mit den blutverschmierten Gesichtern löste Entsetzen aus. Sowohl Premierministerin Theresa May als auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan verurteilten den Angriff scharf. Niemand sollte jemals verbergen müssen, wer er ist oder wen er liebt, teilte May mit. Sie sprach von einer widerwärtigen Tat.

Nach Polizei-Statistiken haben die gemeldeten homophoben Angriffe in der britischen Hauptstadt deutlich zugenommen: Die Zahl der Fälle stieg demnach von 1488 im Jahr 2014 auf 2308 im vergangenen Jahr.

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