Gitanas Nauseda | Bildquelle: dpa

Präsidentschaftswahl in Litauen Entscheidung vertagt

Stand: 13.05.2019 03:25 Uhr

Das nächste Staatsoberhaupt des baltischen Staats wird in einer Stichwahl ermittelt. In der ersten Runde erreichte kein Kandidat die nötige Mehrheit. Ministerpräsident Skvernelis landete auf Platz drei und tritt zurück.

Die Entscheidung im Rennen um die Nachfolge von Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite fällt am 26. Mai in einer Stichwahl. Dann stehen sich der Wirtschaftsexperte und Politikneuling Gitanas Nauseda und die ehemalige Finanzministerin Ingrida Simonyte gegenüber. Nauseda hatte 30,95 Prozent der Stimmen erhalten, Simonyte kam auf 31,13 Prozent.

Stichwahl wird über Präsidenten-Nachfolge entscheiden
tagesschau 09:00 Uhr, 13.05.2019

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Ministerpräsident Saulius Skvernelis erreichte etwas mehr als 20 Prozent. Er räumte seine Niederlage ein und kündigte an, er werde im Juli zurücktreten. "Dass es mir nicht gelungen ist, in die zweite Runde einzuziehen, ist eine Bewertung von mir als Politiker", sagte Skvernelis.

Alle Kandidaten Pro-Europa und Pro-NATO

Insgesamt hatte es neun Kandidaten bei der ersten Wahlrunde gegeben. Die amtierende Präsidentin Dalia Grybauskaite durfte nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten.

Ingrida Simonyte | Bildquelle: AFP
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Ex-Finanzministerin Simonyte schaffte es ebenfalls in die Stichwahl.

Der Präsident hat in Litauen zwar keinen Einfluss auf das politische Tagesgeschäft. Er ist aber zuständig für die Außenpolitik und vertritt das Land bei EU-Gipfeln. Zudem ernennt er Minister, Richter und die Chefs der Streitkräfte und der Zentralbank. Dabei muss er sich allerdings meist mit dem Ministerpräsidenten oder dem Parlament abstimmen.

Während des Wahlkampfes hatten sich alle Kandidaten als überzeugte Pro-Europäer und Unterstützer der Nato präsentiert.  Die Mitgliedschaft im Militärbündnis gilt vielen Litauern als Absicherung gegen den übermächtigen Nachbarn Russland.  

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Mai 2019 um 05:30 Uhr.

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