In Beirut werden Polizisten bei Auseinandersetzungen mit Demonstranten mit Feuerwerkskörpern beschossen. | Bildquelle: AP

Libanon Dutzende Verletzte bei erneuten Protesten

Stand: 18.01.2020 19:10 Uhr

In Beirut haben Tausende Menschen gegen Korruption und Misswirtschaft demonstriert. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei wurden zahlreiche Menschen verletzt. Die Proteste dauern seit rund drei Monaten an.

In der libanesischen Hauptstadt Beirut sind erneut Tausende Menschen gegen die politische Führung auf die Straße gegangen. Nahe des Parlaments kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.

Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei in Beirut
tagesschau24 09:00 Uhr, 19.01.2020

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Bei den Auseinandersetzungen setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas gegen Demonstranten ein. Diese wiederum bewarfen die Einsatzkräfte mit Steinen oder Metallabsperrungen, die sie gewaltsam entfernt hatten. Auch Feuerwerkskörper wurden auf die Polizei abgefeuert.

Rotes Kreuz zählt mehr als 100 Verletzte

Nach Angaben des libanesischen Roten Kreuzes mussten mindestens 80 Menschen in Krankenhäuser gebracht werden. Mehr als 140 Menschen wurden noch vor Ort ärztlich behandelt.

Berichten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge rief Präsident Michel Aoun die Armee dazu auf, die Sicherheitskräfte dabei zu unterstützen, die Sicherheit in Beirut wiederherzustellen. Sie sollten "die Sicherheit von friedlichen Demonstranten und den Schutz der Öffentlichkeit und von privatem Eigentum gewährleisten".

Demonstranten prangern Korruption an

Der Libanon macht die schwerste Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Ende des Bürgerkrieges 1990 durch. Die Staatsverschuldung liegt derzeit bei umgerechnet mehr als 78 Milliarden Euro. Die Regierungsgegner werfen der Führung des Landes Korruption und Misswirtschaft vor. Die Proteste dauern mittlerweile seit rund drei Monaten an.

Zudem hängt der Staat politisch in der Schwebe. Ende Oktober war der damalige Ministerpräsident Saad Hariri zurückgetreten. Sein designierte Nachfolger, Hassan Diab, hatte eigentlich am Freitag sein neues Kabinett vorstellen sollen, was jedoch durch einen Streit zwischen den einzelnen Fraktionen blockiert wurde.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. Januar 2020 um 20:00 Uhr in den Nachrichten.

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