Bergung des U-Bootes | Bildquelle: Salvador Sas/EPA-EFE/REX

Drogenschmuggel Spanien stellt Kokain-U-Boot sicher

Stand: 25.11.2019 09:22 Uhr

Lange galt es in Spanien als Legende: U-Boote, die Drogen aus Südamerika nach Europa schmuggeln. Jetzt gelang es der Polizei erstmals, genau solch ein Boot sicherzustellen.

Von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Südamerikanische Drogenbarone, die ihre Ware mit einem U-Boot nach Europa bringen lassen - über Jahre war das eine Legende unter spanischen Polizisten. Nun wurde daraus Wirklichkeit. Die Beamten spürten das Drogen-U-Boot an der Küste Galiciens im Nordwesten Spaniens auf. Vorausgegangen waren gemeinsame Ermittlungen der spanischen und der kolumbianischen Polizei.

Das U-Boot ist 22 Meter lang, gebaut worden sein soll es in Guayana, einem Nachbarland von Venezuela. An Bord stellten die Beamten 3000 Kilogramm Kokain aus Kolumbien sicher - etwa ein Zehntel der Menge, die spanische Ermittler im gesamten vergangenen Jahr aufgespürt hatten.

Ein Crew-Mitglied auf der Flucht

Die Polizei geht davon aus, dass das U-Boot einem mächtigen Drogenkartell gehört: Der Wert des Schiffs wird auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Drei Ecuadorianer steuerten das U-Boot, zwei wurden festgenommen, der dritte konnte flüchten.

Das Drogen-U-Boot in Galicien ist das erste dieser Art, das Europa erreicht hat. In Kolumbien hatte es ein ähnliches Boot zu Zeiten des Drogenbarons Pablo Escobar gegeben: Es war elf Meter lang und wurde in den 1990er-Jahren in einem Fluss mitten im kolumbianischen Dschungel gefunden.

Spanien: Polizei findet erstmals Kokain-U-Boot in Europa
Oliver Neuroth, ARD Madrid
25.11.2019 08:28 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 25. November 2019 um 07:15 Uhr.

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