Rettungsarbeiten an dem Loch, in das der Junge Julen gefallen war.

Vermisster Julen Zweijähriger tot in Brunnenschacht gefunden

Stand: 26.01.2019 03:28 Uhr

Der zweijährige Julen, der vor fast zwei Wochen in Spanien in ein Bohrloch gestürzt war, ist tot. Rettungskräfte hätten die Leiche des Kindes in dem Brunnenschacht gefunden, teilten örtliche Regierungsvertreter mit.

Der seit knapp zwei Wochen in einem tiefen Brunnenschacht in Spanien verschollene Junge ist tot gefunden worden. Der zweijährige Julen sei nach tagelangen Bohrungen in einer Tiefe von gut 70 Metern entdeckt worden, berichtete das spanische Fernsehen unter Berufung auf die Regionalregierung in Málaga.

Retter hatten seit dem 13. Januar unermüdlich versucht, zu dem Kind in dem extrem engen Schacht vorzudringen. Allerdings gab es keine Lebenszeichen von ihm, zudem war unklar, an welcher Stelle des 107 Meter tiefen, vermutlich auf der Suche nach Wasser gegrabenen Loches es sich befand.

Rettungsteam, das sich auf den Abstieg in den Brunnenschacht vorbereitet | Bildquelle: dpa
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Das Rettungsteam arbeitete sich langsam immer weiter zu dem Jungen vor. Ganz Spanien hatte tagelang mit den Eltern gehofft und gebangt.

Immer neue Probleme

Ganz Spanien hatte tagelang mit den Eltern gehofft und gebangt. Experten hatten versichert, dass es nicht ausgeschlossen sei, das Kind lebend zu finden. Jedoch waren die Hoffnungen auf ein glückliches Ende des dramatischen Unfalls mit jeder Minute geschrumpft.

Die Helfer waren bei der Bohrung eines Parallel-Tunnels auf immer neue Probleme gestoßen, so vor allem auf extrem hartes Gestein, das die Arbeiten verzögerte. Seit Donnerstagabend hatten erfahrene Bergarbeiter unter schwierigsten Bedingungen mit Spitzhacken und Presslufthämmern einen horizontalen Tunnel gegraben, um zu Julen vorzudringen. Jedoch war bis zuletzt unklar, ob der Junge tatsächlich in der von den Experten vermuteten Tiefe gefunden werden würde.

Der Kleine war bei einem Ausflug mit seiner Familie in das Loch gefallen, das einen Durchmesser von nur 25 bis 30 Zentimetern hat. Bei Kameraaufnahmen war im Schacht in einer Tiefe von gut 70 Metern eine Tüte mit Süßigkeiten entdeckt worden, die Julen bei sich hatte. Experten erklärten, einen vergleichbaren Notfall in einer solchen Tiefe habe es weltweit noch nie gegeben.

Julen ist tot: Helfer finden leblosen Körper im Brunnenschacht
Oliver Neuroth, ARD Madrid
26.01.2019 07:02 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 26. Januar 2019 um 06:23 Uhr.

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