Tausende Demonstranten marschieren auf der Avenida Diagonal in Barcelona. | Bildquelle: REUTERS

Generalstreik und Demos Barcelonas Hauptstraßen sind dicht

Stand: 18.10.2019 15:29 Uhr

Der Generalstreik in Katalonien zeigt Folgen: Viele Flüge wurden gestrichen. Demonstranten blockierten zudem die Touristen-Attraktion Sagrada Familia. Ihr Protest richtet sich gegen die Haftstrafen für neun Separatistenführer.

Nach einer Nacht mit gewalttätigen Auseinandersetzungen bleibt in Barcelona die Lage angespannt. Am Mittag trafen die Teilnehmer eines Sternmarsches in der katalanischen Hauptstadt ein. Sie wollen zu einer Großkundgebung in der Stadt.

Zehntausende Menschen sind auf den Straßen, um gegen die Strafen für neun katalanischen Separatsitenführern zu demonstrieren. Das Obersten Gericht in Madrid hatte sie am Montag zu Haftstrafen von bis zu 13 Jahren verurteilt.

Krawalle am Rande der Proteste in Barcelona
tagesthemen 21:45 Uhr, 18.10.2019, Stefan Schaaf, ARD Madrid

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Viele Teilnehmer der fünf sogenannten "Märsche für die Freiheit" waren bereits in den vergangen Tagen von fünf verschiedenen Regionen aus aufgebrochen. Die Hauptverkehrsadern der Stadt sind mittlerweile dicht.

Erste Straßenblockaden gab es bereits am Morgen. Dem Verkehrsministeriums zufolge blockierten Demonstranten die Autobahn AP7 bei La Jonquera in beiden Richtungen sowie die Nationalstraße N-II in der Nähe der Grenze. Der Zugverkehr ist bisher nicht betroffen. Allerdings wurden die Sicherheitskräfte unter anderem am Hauptbahnhof von Barcelona verstärkt.

Kein Durchkommen zur Sagrada Familia

Auch die Zugänge zur Sagrada Familia wurden von Protestlern versperrt. Besucher konnten nicht in die Basilika gelangen, die zu Barcelonas größten Touristenattraktionen zählt.

Demonstranten blockieren den Zugang zur Sagrada Familia - eine der größten Touristenattraktionen in Barcelona. | Bildquelle: dpa
galerie

Demonstranten blockieren den Zugang zur Sagrada Familia - eine der größten Touristenattraktionen in Barcelona.

Angesichts der Unruhen wurde eine Partie zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid vorsorglich verschoben. Der Fußball-Klassiker - auch "Clásico" - werde nicht wie ursprünglich geplant am 26. Oktober ausgetragen, sondern erst zu einem späteren Termin, entschied das zuständige Komitee des spanischen Fußballverbandes RFEF. Die Clubs sollen nun bis Montag einen neuen Termin vorschlagen. Am eigentlichen Termin am Samstag kommender Woche soll eine weitere Großdemonstration der Separatisten stattfinden.

Der FC Barcelona hatte in einer offiziellen Mitteilung die Entscheidung der spanischen Justiz gegen die Separatistenführer kritisiert. Gefängnisstrafen seien keine Lösung, der Konflikt müsse durch einen politischen Dialog gelöst werden. Der spanische Meister sprach sich für eine Freilassung der Verurteilten aus und sprach deren Familienmitgliedern seine Solidarität aus.

Zehntausende Menschen marschieren auf einer Hauptstraße Barcelonas in Stadtzentrum. | Bildquelle: dpa
galerie

Zehntausende Menschen marschieren auf einer Hauptstraße Barcelonas in Stadtzentrum.

Generalstreik sorgt für Flugausfälle

Bereits am Morgen hat in Barcelona ein Generalstreik begonnen, zu dem katalanische Gewerkschaften aufgerufen hatten. Mehrere Flüge der Fluggesellschaften Iberia und Vueling von und nach Barcelona wurden gestrichen. Nach Regierungsangaben mussten 55 Flüge am Boden bleiben.

Viele Passagieren seien vorsorglich einige Stunden vor ihrem Flug zum Airport El Prat gekommen, berichtete das spanische Fernsehen. Dem Streik schlossen sich auch Hafenmitarbeiter und Angestellte der VW-Tochter Seat an. Die große katalanische Supermarktkette Banpreu blieb ebenfalls geschlossen.

Stefan Schaaf, ARD Madrid zzt. Barcelona, zu den Demonstrationen in Barcelona
tagesschau 17:00 Uhr, 18.10.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Anhaltende Krawalle in Barcelona

Schon seit Tagen gibt es in Barcelona Ausschreitungen - auch in der vergangenen Nacht. Verhindern konnte die Polizei Zusammenstöße zwischen den Separatisten und Rechtsradikalen, die eine Gegenkundgebung veranstalteten.

Nach Schätzungen des spanischen Fernsehens waren auch nach Mitternacht in Barcelona noch viele Tausend Unabhängigkeitsbefürworter unterwegs. Demonstrationen gab es am Donnerstag auch in anderen katalanischen Städten, darunter in Girona und Lleida.

Katalonien: Generalstreik hat begonnen
Marc Dugge, ARD Madrid
18.10.2019 11:22 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Oktober 2019 um 14:00 Uhr.

Darstellung: