Leute betrachten ein zerbombtes Auto in Kabul.

Attentat in Kabul Tote nach Selbstmordanschlag

Stand: 16.11.2017 15:36 Uhr

Eine Explosion hat die afghanische Hauptstadt Kabul erschüttert: Ein Selbstmordattentäter zündete eine Bombe, als ihn Sicherheitskräfte am Betreten einer politischen Veranstaltung hinderten. Mindestens 14 Menschen starben.

Bei einem Selbstmordanschlag in Kabul sind mindestens 14 Menschen getötet worden. Acht Polizisten und sechs Zivilisten wurden nach Angaben der Polizei in Kabul getötet. 18 weitere Menschen wurden verletzt.  

Wie ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums sagte, hatte der Mann versucht, zu einer politischen Veranstaltung von Oppositionellen zu gelangen. Nachdem ihm an einer Sicherheitskontrolle der Zutritt verwehrt worden war, habe er sich an dem Kontrollpunkt in die Luft gesprengt. Der "Islamische Staat" (IS) reklamierte den Anschlag für sich. Das teilte die IS-nahe Nachrichtenagentur Amaq mit.

Afghanische Sicherheitsleute sperren den Tatort eines Bombenanschlags ab. | Bildquelle: AFP
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Bei dem Selbstmordanschlag wurden viele Polizisten und Zivilisten getötet.

Explosion vor Versammlung mit 700 Teilnehmern

Zu dem Zeitpunkt fand in dem Gebäude eine Versammlung von 700 Anhängern des Gouverneurs der nordafghanischen Provinz Balch, Atta Mohammed Nur, statt. Der Gouverneur war nach Angaben eines Beraters nicht unter den Versammlungsteilnehmern.

Der Politiker ist Kritiker des afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani und seiner Regierung. Atta Mohammed Nur wird auch als Kandidat für die afghanischen Präsidentschaftswahlen 2019 gehandelt.

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