Einschlagskrater nach einen Angriff auf eine Parade in Aden | Bildquelle: AFP

Anschläge auf Polizisten Mehr als 50 Tote bei Angriffen im Jemen

Stand: 01.08.2019 13:41 Uhr

Im Jemen sind bei mehreren Anschlägen in der Hafenstadt Aden mindestens 50 Menschen getötet worden. Einen der Angriffe reklamierten die Huthi-Rebellen für sich. Sie hatten eine Rakete auf eine Militärparade gefeuert.

Bei einem Raketenangriff und koordinierten Selbstmordanschlägen in der jemenitischen Hafenstadt Aden sind 51 Menschen getötet worden. Das verlautete aus offiziellen Kreisen. Zuvor hatten Nachrichtenagenturen unterschiedliche Angeben zur Zahl der Toten gemacht.

Bei den jüngsten Opferangaben wurde nicht zwischen Soldaten, Polizisten und Zivilisten unterschieden. Insgesamt seien bei den Angriffen 56 Menschen verletzt worden.

Mindestens 20 Menschen bei Anschlagserie im Jemen getötet
tagesschau 12:00 Uhr, 01.08.2019

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Rakete auf eine Militärparade

Ein Sprecher der Huthi-Rebellen erklärte, die Aufständischen hätten eine Rakete auf eine Militärparade im Lager Al-Galaa gefeuert. Dort sind Truppen der Vereinigten Arabischen Emirate stationiert, die als Teil der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition gegen die Huthis kämpfen. Bei dem Angriff seien 40 Menschen getötet worden, sagte die Gewährsperson von offizieller Stelle.

Ein Sicherheitsbeamter sagte der Nachrichtenagentur AP, unter den Getöteten sei auch der von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützte Kommandeur Monier al-Jafie, der gerade eine Rede gehalten habe.

Koordinierte Selbstmordanschläge

Ein weiterer Polizist sagte, zuvor seien bei koordinierten Selbstmordanschlägen auf eine Polizeistation elf Menschen getötet worden. Die Attentäter hätten ein Auto, einen Bus und drei Motorräder mit Sprengsätzen an dem Revier zur Explosion gebracht, als sich deren Mitarbeiter am Morgen vor Dienstbeginn versammelt und aufgestellt hätten. Zu diesen Anschlägen bekannte sich zunächst niemand.

Bereits mehr als 10.000 Menschen getötet

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht.

Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen Tausende Zivilisten. 3,3 Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben. Die im Süden Jemens gelegene Hafenstadt Aden ist seit Januar 2015 die Interimshauptstadt der international anerkannten Regierung des Landes.

Präsident Hadi war aus Sanaa geflohen, als die Hauptstadt von den Rebellen besetzt wurde. In Aden sind aber auch die Terrormiliz "Islamischer Staat" und Al-Kaida aktiv, die in den vergangenen Jahren eine Reihe von Anschlägen verübten.

Zahlreiche Tote bei Anschlägen im Südjemen
Anne Allmeling, ARD Kairo
01.08.2019 14:20 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau und Deutschlandfunk in den Nachrichten am 01. August 2019 um 12:00 Uhr.

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