Bewaffneter Separatist steht vor einem Panzer in Aden | Bildquelle: NAJEEB ALMAHBOOBI/EPA-EFE/REX

Kämpfe in Aden Luftangriffe nach Separatisten-Erfolgen

Stand: 11.08.2019 16:30 Uhr

Erst der Präsidentenpalast, dann Lager von Regierungstruppen: In Jemens Hafenstadt Aden haben Separatisten wichtige Punkte besetzt. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition antwortete mit Luftangriffen.

In der jemenitischen Hafenstadt Aden haben Separatisten des sogenannten südlichen Übergangsrates (STC) wenige Stunden nach dem Präsidentenpalast auch mehrere Lager von Truppen der international anerkannten Regierung besetzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Kämpfe im Jemen nach Erfolgen von Separatisten
tagesschau 20:00 Uhr, 11.08.2019, Alexander Stenzel, ARD Kairo

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Zwischen Regierungstruppen und Separatisten kommt es seit Mittwoch zu verstärkten Kämpfen, bei denen nach UN-Angaben mindestens 40 Menschen getötet und 260 verletzt wurden. Beide Seiten kämpfen eigentlich gemeinsam gegen die schiitischen Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Zwischen beiden Seiten deutet sich aber ein zunehmender Bruch an.

Koalition reagiert mit Luftangriffen

Jemens Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi | Bildquelle: AFP
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Jemens Präsident Hadi hält sich mit vielen Mitgliedern seiner Regierung in Saudi-Arabien auf.

Am Mittwoch hatten die Separatisten die Kontrolle über die wichtigste Stadt Aden übernommen. Dort hat Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi seinen Regierungssitz. Rebellen überrannten den Präsidentenpalast am Samstagabend. Die Präsidialgarde habe den Komplex kampflos geräumt, berichteten lokale Quellen. Hadi und die meisten seiner Minister halten sich Berichten zufolge in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad auf und agieren von dort aus.

Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition griff unterdessen an der Seite Hadis in die Kämpfe ein. Die Militärallianz flog Luftangriffe auf die Separatisten in Aden und sprach von einer "direkten Bedrohung für einen wichtigen Standort der legitimen Regierung". Sie drohte den Separatisten mit weiteren Angriffen, sollten sie sich nicht aus Aden zurückziehen. Zugleich rief das Bündnis zu einer Waffenrufe in Aden auf, die ab Mitternacht gelten solle. Augenzeugenberichten zufolge sollen sich die Separatisten infolge der Luftangriffe wieder aus dem Präsidentenpalast zurückgezogen haben.

STC kämpft für eigenen Staat

Bislang hatten der südliche Übergangsrat an der Seite der Armee Hadis gegen die Huthi-Rebellen gekämpft. Der STC will aber einen eigenen Staat gründen und strebt eine Abspaltung vom Norden an. Hadis Regierung warf dem Übergangsrat und den Vereinigten Arabischen Emiraten nun einen Putschversuch vor.

Der jahrelange Bürgerkrieg hat das Land am Südende der Arabischen Halbinsel laut UN in die schlimmste humanitäre Krise weltweit gestürzt. Fast 80 Prozent der 24 Millionen Einwohner benötigten humanitäre Hilfe und Schutz. Allein in der Hafenstadt Aden arbeiteten derzeit 34 Hilfsorganisationen daran, rund 1,9 Millionen Menschen unter anderem mit Wasser und Lebensmitteln zu versorgen. Erst 1990 hatten sich Nord- und Südjemen zu einem Staat zusammengeschlossen. Nordjemens Hauptstadt war Sanaa gewesen, wo heute die Huthi-Rebellen herrschen, während Südjemen von Aden aus regiert wurde. Hadi war 2014 von den Huthis aus Sanaa vertrieben worden. Saudi-Arabien griff 2015 in den Krieg ein, um den Vormarsch der Huthis zu stoppen

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. August 2019 um 17:00 Uhr.

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