Ein Junge watet durch die überfluteten Straßen Jakartas | Bildquelle: ADI WEDA/EPA-EFE/REX

Indonesiens Hauptstadt Dauerregen überflutet Jakarta

Stand: 25.02.2020 10:21 Uhr

Seit Tagen regnet es in Jakarta. Immer größere Teile der indonesischen Hauptstadt sind überflutet. Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Entspannung ist nicht in Sicht.

Seit Tagen anhaltender Regen hat große Teile der indonesischen Hauptstadt Jakarta unter Wasser gesetzt. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde sind Tausende Wohnhäuser und andere Gebäude überflutet worden. Mehr als 300 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Kinder und ältere Menschen wurden in Schlauchbooten in Sicherheit gebracht.

Am Morgen drang das Wasser auch in den Präsidentenpalast ein. Mit Hilfe von Pumpen sei die Lage aber unter Kontrolle gebracht worden, sagte ein Beamter des Präsidialamtes. Berichte über Verletzte oder Tote in Jakarta gibt es bislang nicht. Für die kommenden Tage sagte der Wetterdienst weiteren Regen voraus.

Überflutete Straße in Jakarta | Bildquelle: AFP
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Überflutete Schnellstraße in Jakarta - erst im Januar hatte die Millionenstadt mit schweren Überflutungen zu kämpfen.

Jakarta liegt zu 40 Prozent unter dem Meeresspiegel

Hochwasser und Erdrutsche sind während der Regenzeit in dem südostasiatischen Inselstaat nichts Ungewöhnliches. Der Monsun dauert in der Regel von Oktober bis Februar, in einigen Landesteilen beginnt er bereits im August.

Insbesondere in der Metropolregion Jakarta mit ihren 30 Millionen Einwohnern wird die Lage jedoch zunehmend bedrohlicher, da sich das Bodenniveau immer weiter senkt - auch weil die Bewohner unkontrolliert Grundwasser abpumpen. Inzwischen liegt Jakarta zu 40 Prozent unter dem Meeresspiegel.

Im Januar waren bei Überschwemmungen in Jakarta und Umgebung mindestens 66 Menschen ums Leben gekommen. Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen. Vergangenes Jahr hatte Indonesiens Präsident Joko Widodo angekündigt, sowohl die Regierung als auch das Parlament aus Jakarta abzuziehen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. Januar 2020 um 05:47 Uhr.

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