Haus in Israel von Rakete beschossen | Bildquelle: AP

Angriff auf Israel Verletzte nach Raketenbeschuss aus Gaza

Stand: 26.03.2019 19:57 Uhr

Bei einem Raketenangriff nahe Tel Aviv sind mindestens sieben Menschen verletzt worden. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu verkürzt wegen des Angriffs seinen Besuch in Washington.

Nach Polizeiangaben ist am Morgen ein Haus in der Nähe israelischen Küstenstadt Tel Aviv direkt von einer Rakete getroffen worden. Dabei seien nach Angaben von Sanitätern mindestens sieben Menschen verletzt worden, darunter auch Kinder.

Man habe einen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen festgestellt, bestätigte eine Armeesprecherin in Tel Aviv. Israel ordnete nach dem Beschuss die Schließung der Grenzübergänge in den Gazastreifen und die Einschränkung der Fischereizone vor der Küste an.

Den Angaben des Rettungsdienstes zufolge waren unter den Verletzten auch ein Baby, ein dreijähriges und ein zwölfjähriges Kind. Zwei Frauen seien unter anderem durch Granatsplitter verletzt worden. Zudem würden einige Menschen wegen Schocks behandelt. Das beschossene Haus ging in Flammen auf. Der Angriff erfolgte zwei Wochen vor der Parlamentswahl in Israel. Bisher hat sich noch niemand zu dem Angriff bekannt.

Israels Premier Netanyahu spricht bei einer Pressekonferenz | Bildquelle: AFP
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Er habe angesichts der "sicherheitspolitischen Vorfälle" beschlossen, seine US-Reise verkürzen, sagte Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu.

Konflikt verschärft sich

Der Konflikt zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas hatte sich zuletzt wieder verschärft. Mitte März hatte es den ersten palästinensischen Raketenangriff auf Tel Aviv seit dem Gaza-Krieg 2014 gegeben. Die beiden Geschosse seien versehentlich aus dem Gazastreifen abgeschossen worden, hieß es von Seiten der Hamas. Israels Luftwaffe hatte nach dem Angriff rund 100 Ziele in dem Palästinensergebiet bombardiert.

Israel, die EU und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Vor mehr als zehn Jahren hat Israel eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom.

Golanhöhen: Der Konflikt zwischen Israel und Syrien
25.03.2019

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Netanyahu kündigt "kraftvolle" Reaktion an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu trifft sich heute mit US-Präsident Donald Trump in Washington, verkürzt seinen Besuch allerdings wegen des Raketenbeschusses. Es handele sich um einen "kriminellen Angriff", sagte er und kündigte eine harte Reaktion an. Nach dem Treffen mit Trump werde er noch am Montag nach Israel zurückkehren.

Trump will in Washington per Dekret die Souveränität Israels über die Golanhöhen anerkennen. Nach 52 Jahren sei es Zeit dafür, so Trump.

Nach Raketenangriff: Netanyahu verkürzt USA-Reise
Benjamin Hammer, ARD Tel Aviv
25.03.2019 10:50 Uhr

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Trump und Netanyahu: notwendige Partnerschaft

Seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 hält Israel einen Großteil der Golanhöhen besetzt, 1981 folgte die Annexion des Gebiets. Diese wird von der Staatengemeinschaft nicht anerkannt.

Der letzte Versuch einer Lösung liegt 19 Jahre zurück. Trumps Entscheidung wäre ein Bruch mit der bisherigen US-Außenpolitik und ein großes Geschenk für Netanyahu.

Netanyahu ist kurz vor der Parlamentswahl in zwei Wochen angeschlagen. Im Wahlkampf kocht seine Rolle bei der Lieferung deutscher U-Boote wieder hoch. Die Trump-Regierung aber setzt auf Netanyahu als Partner im Kampf gegen den Iran.

Mit Informationen von Torsten Teichmann, ARD-Studio Tel Aviv

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. März 2019 um 09:00 Uhr.

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