Karte Iran

Stärke 6,4 Erdbeben erschüttert den Iran

Stand: 26.11.2018 05:46 Uhr

Vor fast einem Jahr erschütterte ein verheerendes Beben den Westen Irans. Jetzt bebte die Region erneut. Das Ausmaß hielt sich diesmal in Grenzen - dennoch wurden mehr als 630 Menschen verletzt.

Der Westen des Iran ist von einem Erdbeben der Stärke 6,4 erschüttert worden. Nach Angaben der örtlichen Behörden gab es bei dem Beben weder Tote noch größere Schäden. Mehr als 630 Menschen seien verletzt worden, allerdings musste sich den Angaben zufolge nur ein Dutzend von ihnen in medizinische Behandlung begeben.

Beben in fünf Kilometer Tiefe

Nach Angaben des Fernsehsenders IRIB ereignete sich das Beben in etwa fünf Kilometern Tiefe in der Provinz Kermanschah. Das Zentrum des Bebens lag nahe der Kleinstadt Sarpol-e Sahab an der iranischen Grenze zum Irak. In der Folge gab es in der Region mindestens vier Nachbeben.

Die Bewohner verließen in Panik ihre Häuser und liefen auf die Straßen, wie IRIB weiter berichtete. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars meldete, dass der Erdstoß in sieben Provinzen des Landes zu spüren gewesen sei. Auch in der irakischen Hauptstadt Bagdad wurde das Beben bemerkt.

Der Gouverneur der Provinz Kermanschah, Huschang Baswand, sagte im Staatsfernsehen, die Lage sei "derzeit unter Kontrolle". Der Ausfall der Strom- und Wasserversorgung in den beiden betroffenen Städten habe nur wenige Minuten gedauert. Zu anderen Schäden an Infrastruktur und Gebäuden machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Die Stadt Sarpol-e Sahab war bereits vor genau einem Jahr von einem Erdstoß der Stärke 7,3 verwüstet worden. Dabei kamen mehr als 600 Menschen ums Leben, Zehntausende wurden obdachlos. Daher war die Panik der Menschen in dieser Kleinstadt besonders groß. Die meisten Einwohner zogen es daher vor, die Nacht trotz Kälte im Freien zu verbringen.

Starkes Erdbeben im Iran
Karin Senz, ARD Istanbul
26.11.2018 10:13 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. November 2018 um 19:00 Uhr.

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