Typ F/A-18 Super Hornet  | Bildquelle: Navy Media Content Services

Kampf gegen den IS Australien zieht Luftwaffe aus Irak ab

Stand: 22.12.2017 06:50 Uhr

Vor knapp zwei Wochen hatte der Irak den Sieg gegen die Terrormiliz IS verkündet, nun zieht Australien daraus Konsequenzen. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, werden alle australischen Kampfflugzeuge die Region verlassen.

Die australische Regierung will ihre Luftwaffe aus dem Irak abziehen. Sechs Kampfflugzeuge vom Typ F/A-18 Super Hornet würden die Region verlassen, sagte Verteidigungsministerin Marise Payne.

Die australische Luftwaffe hatte sich drei Jahre lang an Einsätzen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak und Syrien beteiligt. Betankungs- und Überwachungsflugzeuge würden aber weiter im Einsatz bleiben wie auch ein Kriegsschiff im Persischen Golf und 300 Soldaten, die irakische Truppen ausbilden.

Gemeinsame Entscheidung

Payne sagte, die Entscheidung sei nach Gesprächen mit anderen Alliierten und der irakischen Regierung gefallen, die vor knapp zwei Wochen den Sieg über den IS verkündet hatte. Das Luftwaffenpersonal soll demnach bis Ende Januar nach Australien zurückkehren.

Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi hatte zuletzt davor gewarnt, den IS zu unterschätzen. Ohne eine internationale Zusammenarbeit gegen die Extremisten könnten sie "woanders wieder auftauchen", sagte er. Im Irak sei es gelungen, "sie zu brechen", aber der IS sei leider in der Lage, sehr schnell junge Menschen für sich zu rekrutieren. Die Wurzeln des IS in der Region müssten zerstört werden, forderte Al-Abadi.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. Dezember 2017 um 06:15 Uhr.

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