Experte zum Impeachment "Aus taktischer Perspektive fragwürdig"

Stand: 16.01.2020 22:57 Uhr

Hilft das Impeachment-Verfahren den Demokraten im Präsidentschaftswahlkampf? Experte van de Laar hat seine Zweifel. Im nachtmagazin erklärte er, warum nun drei Bewerber der Demokraten Nachteile bei der Vorwahl in Iowa haben.

Der Politikberater Julius van de Laar hat Zweifel, ob den Demokraten im anstehenden US-Präsidentschaftswahlkampf das Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump nutzen wird.

Einerseits erwarteten die Wähler der Demokraten, dass das Impeachment-Verfahren vorangetrieben und auch Trump vorgeladen werde. "Aus rein taktischer Perspektive ist es hochgradig fragwürdig, ob das den Demokraten wirklich helfen wird", sagte van de Laar im nachtmagazin. Van de Laar war 2012 im Wahlkampfteam des demokratischen Präsidenten Barack Obama.

Julius van de Laar, Politikberater, mit Informationen zum Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump
16.01.2020

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Nachteil für Senatoren im Wahlkampf

Van de Laar verwies darauf, dass Anfang Februar die für die Demokraten wichtige Vorwahl in Iowa stattfindet. Einige der demokratischen Kandidaten - die Senatoren Elizabeth Warren, Amy Klobuchar und Bernie Sanders - müssten jetzt aber bei den Impeachment-Verhandlungen im Senat zugegen sein. "Sie können nicht draußen sein in Bundesstaaten wie Iowa oder New Hampshire, um dort mit den Wählerinnen und Wählern zu reden."

Ihre Kontrahenten, etwa Joe Biden oder Pete Buttigieg, hätten dort nun einen "gigantischen Vorteil, weil sie jeden Abend dort sein können".

"Natürlich bietet dieses Impeachment-Verfahren eine gute Möglichkeit für die Demokraten, immer wieder darüber zu sprechen, warum es so wichtig ist, einen Wandel einzuleiten", ergänzte van de Laar. Doch sie sollten sich darauf fokussieren, wie sie in den letzten Tagen vor der Vorwahl in Iowa ihre eigenen Wähler mobilisieren können - unabhängig von Trump.

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