Retter holen Menschen mit Booten aus den überschwemmten Bereichen von Jakarta. | Bildquelle: dpa

Starker Monsunregen Tote nach Überschwemmungen in Jakarta

Stand: 01.01.2020 13:10 Uhr

Nach starkem Monsunregen am Silvesterabend sind Tausende Wohnhäuser und Geschäfte in der indonesischen Hauptstadt evakuiert worden. Mindestens neun Menschen starben. Der Inlandsflughafen wurde geschlossen.

Bis zu einem Pegelstand von drei Metern stieg das Wasser, Retter holten mit Booten Menschen: Starker Monsunregen hat in weiten Teilen von Indonesiens Hauptstadt Jakarta für teils chaotische Szenen gesorgt. Tausende Wohnhäuser und Geschäfte wurden evakuiert, mindestens 20.000 Menschen mussten in Notunterkünften schlafen.

Strom und Wasser wurden abgestellt

Die Katastrophenschutzbehörde meldete mindestens neun Tote. Die Behörden stellten die Strom- und Wasserversorgung ab, der Nahverkehr stand still. Der Inlandsflughafen wurde geschlossen. "Der Regen in Jakarta hat aufgehört. Jetzt warten wir darauf, dass das Wasser zurückgeht", sagte Jakartas Gouverneur Anies Basweda.

Jakarta sackt ab

In Jakarta leben mehr als zehn Millionen Menschen. Die Stadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes sowie Verkehrsknotenpunkt mit Universitäten, Hochschulen, Theater und Museen. Sie liegt in der Bucht von Jakarta an der Nordwestküste der Insel Java an der Mündung des Ciliwung, durchschnittlich acht Meter über dem Meeresspiegel. Weite Teile liegen auch bereits unter dem Meeresspiegel. Grund: Der Boden unter der Metropole sackt im Schnitt um 25 Zentimeter pro Jahr ab. Daher will die Regierung die Hauptstadt bis 2024 nach Borneo verlegen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Januar 2020 um 17:40 Uhr.

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