Ein Bodysurfer wartet auf eine riesige Welle an einem Strand auf Hawaii. | AP

Wirbelstürme in den USA "Douglas" trifft auf Hawaii

Stand: 27.07.2020 08:53 Uhr

Die USA werden vom zweiten Hurrikan innerhalb von zwei Tagen heimgesucht: Im Pazifik tobt Wirbelsturm "Douglas" und zieht über die Hawaii-Inseln. Zuvor hatte "Hanna" in Texas schwere Schäden verursacht.

Der Hurrikan "Douglas" hat im Pazifik die Hawaii-Inseln erreicht. Nach Mitteilung des Nationalen Hurrikan-Zentrums der USA befand sich das Auge des Wirbelsturms am Sonntagabend (Ortszeit) 105 Kilometer ost-nordöstlich von Honolulu, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaii. Mit Windgeschwindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunde zog der Sturm langsam in west-nordwestliche Richtung weiter.

Schlamm ist auf eine Straße in Hawaii gespült worden. | dpa

Schlamm ist auf eine Straße in Hawaii gespült worden. Bild: dpa

Warnung vor gefährlichen Sturmfluten

Über größere Schäden ist zunächst noch nichts bekannt. Die Behörden warnen jedoch vor lebensgefährlichen und potenziell zerstörerischen Wellen, heftigen Regenfällen und gefährlichen Sturmfluten. Auf der Insel Maui wurden die Menschen dazu aufgefordert, zu Hause Schutz zu suchen und Straßen möglichst zu meiden.

Hawaii wird nur selten von Hurrikanen erreicht. Die Tropenstürme werden in alphabetischer Reihenfolge benannt, es gibt jedes Jahr jeweils separate Tabellen für den Atlantik und den Pazifik. "Douglas" ist damit der vierte Sturm dieses Jahres im Pazifikraum.

Abgedeckte Häuser und Stromausfälle in Texas

Auf der atlantischen Seite des amerikanischen Kontinents war der Sturm "Hanna" am Samstag im US-Staat Texas auf Land gestoßen. Es handelte sich um den ersten atlantischen Sturm der Saison, der Hurrikan-Stärke erreichte. Vor allem in der Küstenregion wurden Strommasten umgerissen und Häuser abgedeckt. Der Sender CNN berichtete, im Süden von Texas sei infolge des Sturms bei mehr als 250.000 Haushalten der Strom ausgefallen. Gouverneur Greg Abbott rief für zahlreiche Bezirke den Notstand aus. Die Corona-Pandemie erschwere die Arbeit der Helfer, sagte Abbott laut US-Medien.

Ein Mann untersucht die Schäden in einem Hafen in der texanischen Stadt Corpus Christi. | AP

In der texanischen Stadt Corpus Christi richtete Hurrikan "Hanna" schwere Schäden an. Bild: AP

Meteorologen rechnen mit vielen Hurrikans

Die US-Wetterbehörde NOAA teilte mit, "Hanna" habe sich mittlerweile über dem Nordosten Mexikos zu einem tropischen Tief mit Windgeschwindigkeiten von nur noch 45 Stundenkilometern abgeschwächt. Die Meteorologen warnen aber weiter vor heftigem Regen und Überflutungen.

Über dem Atlantik erwartet NOAA in diesem Jahr nach einer Vorhersage vom Mai eine überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison. Von Juni bis Ende November sei mit bis zu zehn Hurrikans zu rechnen, davon könnten bis zu sechs sehr starke Wirbelstürme werden. Im Durchschnitt gibt es pro Jahr über dem Atlantik sechs Hurrikans, drei davon entwickeln sich zu Stürmen großer Stärke.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 27. Juli 2020 um 10:04 Uhr.