Diese von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) herausgegebene Sattelitenbild zeigt den Hurrikan "Florence", der die Ostküste der USA bedroht. | Bildquelle: dpa

Hurrikan vor US-Ostküste Banges Warten auf "Florence"

Stand: 12.09.2018 08:44 Uhr

Sturmfluten, Starkregen, Überschwemmungen: Der Hurrikan "Florence" dürfte heftige Auswirkungen haben. Die US-Ostküste macht sich bereit. Aber nicht alle folgen den Appellen der Behörden.

Von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

In North Carolina haben Hausbesitzer und Urlauber begonnen, die sogenannten Outer Banks zu verlassen. Das ist eine vorgelagerte Inselgruppe, die im Fall einer Sturmflut durch Hurrikan "Florence" am schwersten betroffen sein könnte. "Wir planen, uns in Sicherheit zu bringen, aber hoffen, dass wir bleiben können. Der Sturm macht mir mehr Sorgen als andere", sagt ein Bewohner.

Die Insel Ocrakoke ist über eine Fähre mit dem Festland verbunden. Der Verkehr wird voraussichtlich in den kommenden Tagen eingestellt. Trotzdem sind nicht alle bereit, zu gehen, berichtet das Lokalfernsehen. "Viele wollen bleiben, denn es kann schwer sein wieder zurückzukehren. Vor allem, wenn das Festland stärker betroffen sein sollte. Sie machen sich Sorgen um ihre Häuser und ihren Besitz."

Ostküste der USA bereitet sich auf Hurrikan Florence vor
tagesschau 09:00 Uhr, 12.09.2018

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Evakuierung ist "zwingend"

Dagegen sind US-Amerikaner entlang der Küste von South Carolina in vielen Landkreisen verpflichtet, ihre Häuser zu räumen. Gouverneur Henry McMaster stellte klar, dass es sich nicht um eine Empfehlung handelt, sondern um eine Anweisung der Behörden. Die Evakuierung sei "zwingend, nicht freiwillig".

Den Prognosen zufolge wird Hurrikan "Florence" am späten Donnerstagabend auf die Ostküste treffen. Öffentliche Schulen bleiben deshalb an vielen Orten schon jetzt geschlossen. Das Amerikanische Rote Kreuz zog bereits 200 freiwillige Helfer in South Carolina zusammen. Weitere Freiwillige werden eingeflogen. 

Sturmflut und heftiger Regen

Dabei ist es für genaue Angaben noch zu früh: Der Wirbelsturm befindet sich etwa 1500 Kilometer von der Küste entfernt. Der Sturm wird als Hurrikan der Kategorie 4 eingestuft. Winde erreichen derzeit Geschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometer pro Stunde.

Deshalb hält die US-Katastrophenschutzbehörde FEMA an ihrer Warnung fest. Und es gehe nicht nur um eine mögliche Sturmflut, die Teile der Küste überspült, erklärt FEMA-Chef Brock Long: "Es wird vorhergesagt, dass der Sturm mit heftigen Regenfällen vier bis fünf Tage über dem Festland hängen bleibt. Die Gefahr gilt nicht nur für die Küste, sondern für das gesamte Festland in den betroffenen Bundesstaaten."

Erinnerungen an "Harvey"

Viele Amerikaner erinnert die Vorhersage an Wirbelsturm "Harvey", der vor gut einem Jahr Houston und Teile von Texas unter Wasser gesetzt hatte. 83 Menschen kamen dabei ums Leben. Klimaforscher Kevin Trenberth vom Zentrum zur Erforschung der Atmosphäre erklärt im Radiosender NPR, ein Effekt der globalen Erwärmung sei es, dass Wirbelstürme von der Fläche her größer werden und insgesamt intensiver. "Die Leute sollten Warnungen sehr ernst nehmen. Es gibt eine realistische Gefahr von Überschwemmungen in einigen Gebieten."

Das Gefährlichste könnte einmal mehr der Regen sein, den Wirbelsturm "Florence" mit sich bringt.

Südostküste der USA: Vorbereitungen auf Hurrikan "Florence"
Torsten Teichmann, ARD-Washington
11.09.2018 20:00 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. September 2018 um 04:41 Uhr.

Darstellung: