Eingang zu der Höhle Hölloch | Bildquelle: dpa

Rettung in der Schweiz verzögert sich Eine Woche eingeschlossen in der Höhle

Stand: 24.01.2018 00:08 Uhr

Ursprünglich hatte es geheißen, bis Donnerstag sind sie wieder draußen. Doch die acht Männer werden noch länger in der Schweizer Höhle festsitzen. Vor dem Wochenende dürfte der überflutete Weg zum Ausgang nicht frei sein.

Die sieben Touristen und ihr Führer, die seit Sonntag in einer Höhle in der Schweiz durch Hochwasser festsitzen, müssen noch einige Tage auf ihre Rettung warten. Die Männer werden das Höhlensystem im Muotathal frühestens am Wochenende verlassen können, teilte die Polizei mit. Wegen der jüngsten starken Regenfälle und der aktuellen Wetterlage sei ein Einsatz erst dann möglich. Die Männer im Alter von 25 bis 55 Jahren seien aber wohlauf. 

Ein Experte der Schweizer Höhlenrettungsorganisation Speleo-Secours erklärt das Höhlensystem des Hölloch | Bildquelle: dpa
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Ein Experte der Schweizer Höhlenrettungsorganisation Speleo-Secours erklärt das Höhlensystem des Hölloch. Die Touristen sitzen dort in einem hochwassersicheren Biwak fest.

Route für Kletterer kommt als Rückweg nicht in Frage

Die für Touristen nutzbare Route steht unter Wasser. Profikletterer können die Eingeschlossenen aber über eine andere Route erreichen. Diese Route kommt als Rückweg für die Touristen aber nicht in Frage. Einsatzkräfte sollen in den kommenden Tagen weiteres Versorgungsmaterial ins hochwassersichere Biwak in der Höhle bringen, in dem sich die Eingeschlossenen aufhalten.

Die Touristen waren am Samstagmorgen zu ihrer Tour aufgebrochen und hätten am späteren Sonntagnachmittag die Höhle wieder verlassen sollen. Im Verlauf der Nacht zeichnete sich ab, dass es Hochwasser gibt, das den Rückweg versperrt. Das Hölloch ist mit mehr als 200 erforschten Kilometern eines der größten Höhlensysteme der Welt. 

Über dieses Thema berichtete Bayern2 am 25. Januar 2018 um 06:05 Uhr.

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