Hope Hicks | Bildquelle: REUTERS

Hicks stimmt Befragung zu Trump-Vertraute sagt vor Kongress aus

Stand: 13.06.2019 08:06 Uhr

Sie war Kommunikationschefin von US-Präsident Donald Trump und eine wichtige Zeugin von Sonderermittler Robert Mueller in der Russland-Affäre. Nun stimmte Hope Hicks einer Befragung im Kongress zu.

Die frühere Kommunikationschefin von US-Präsident Donald Trump, Hope Hicks, ist in der Russland-Affäre zu einer Aussage vor dem Kongress bereit. Sie habe zugestimmt und werde am 19. Juni durch den Justizausschuss des Repräsentantenhauses befragt, teilte der Vorsitzende des Gremiums, Jerry Nadler, mit. Hicks soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen. Im Anschluss werde ein Protokoll veröffentlicht.

Etappenerfolg für Ausschuss

US-Präsident Triump mit seiner damaligen Kommunikationsdirektorin Hope Hicks | Bildquelle: AP
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Hope Hicks hatte einige Monate als Kommunikationsdirektorin im Weißen Haus gearbeitet.

Die frühere Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses kommt einer Vorladung des Ausschusses vom Mai nach. Sie ist das erste ehemalige Mitglied aus Trumps Beraterkreis, das sich einer Anhörung stellt. Dies werten Beobachter als einen Etappenerfolg für den Justizausschuss. Denn Trump stemmt sich gegen Versuche der Demokraten im Kongress, sein Umfeld und seine politischen Entscheidungen zu durchleuchten. Die US-Regierungszentrale hat Hicks nach Angaben der "Washington Post" angewiesen, nicht mit dem Ausschuss zu kooperieren.

Hicks hatte mehrere Monate als Kommunikationsdirektorin für den Präsidenten gearbeitet und das Weiße Haus im Frühling 2018 verlassen. Inzwischen arbeitet sie für das Medienunternehmen 21st Century Fox. Insgesamt war sie mehr als drei Jahre für Trump tätig gewesen und hatte auch Öffentlichkeitsarbeit für sein Wahlkampfteam 2016 gemacht. Sie zählte zu den wenigen Personen, die nicht zu seiner Familie, aber trotzdem zum innersten Kreis der Vertrauten gehörten. Trump hatte sie einst als eine "weitere Tochter" bezeichnet.

Wichtige Zeugin von Sonderermittler Mueller

Hicks war eine wichtige Zeugin bei der Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller, der mögliche Absprachen zwischen Trumps Lager und Moskau im Präsidentschaftswahlkampf 2016 prüfte.

Sie lieferte Muellers Büro bedeutsame Informationen über etliche Begebenheiten, die den Präsidenten betreffen. Dazu gehört dessen Rolle bei der Ausarbeitung einer unvollständigen und irreführenden Stellungnahme über ein Treffen im Trump Tower im Jahr 2016, bei dem sich sein ältester Sohn Donald Jr. von einer russischen Anwältin kompromittierende Informationen über die Demokratin Hillary Clinton erhoffte.

In Muellers Abschlussbericht wird zwar keine kriminelle Verschwörung mit dem Ziel einer Wahlbeeinflussung nachgewiesen. Doch dokumentiert der Report umfangreiche russische Bemühungen der Einmischung sowie eine Reihe von Kontakten zwischen russischen Akteuren und Trumps Umfeld. Die Erkenntnisse haben viele Demokraten alarmiert und in der Partei Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump und neue Untersuchungen laut werden lassen.

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