Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan | Bildquelle: FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA-EFE/REX

Mailbox belauscht? Prinz Harry verklagt mehrere Zeitungen

Stand: 04.10.2019 21:56 Uhr

Seine größte Angst ist, "dass die Geschichte sich wiederholt": Einst drangen Boulevardmedien in die Privatsphäre seiner Mutter ein, jetzt sind Prinz Harry und seine Frau betroffen. Deswegen verklagt der 35-Jährige mehrere Blätter.

Prinz Harry weitet sein juristisches Vorgehen gegen britische Boulevardmedien aus: Er reichte Klage gegen die Verlage der Zeitungen "Sun" und "Daily Mirror" ein, weil diese illegal Voicemail-Nachrichten abgefangen haben sollen. Dies habe der Buckingham Palace nach Angaben des Senders Sky News bestätigt.

Die Vorwürfe erinnern an einen der größten Medienskandale in der Geschichte Großbritanniens, in dessen Zentrum 2011 die inzwischen eingestellte Boulevardzeitung "News of the World" stand. Jahrelang hatten Journalisten Handygespräche von Verbrechensopfern und Prominenten abgehört und Polizisten bestochen.

Klage gegen "Mail on Sunday"

Erst wenige Tage zuvor hatte Prinz Harry eine Klage gegen die "Mail on Sunday" angekündigt. Diese hatte einen privaten Brief seiner Frau Meghan an ihren Vater in Auszügen veröffentlicht und kommentiert. Der 35-Jährige wandte sich in einem emotionalen Brief an die Öffentlichkeit, in dem er der Boulevardpresse vorwarf, seine Frau ebenso zu verfolgen wie einst seine Mutter Diana, die 1997 bei einem Autounfall auf der Flucht vor Paparazzi in Paris starb: "Meine größte Angst ist, dass die Geschichte sich wiederholt".

Über dieses Thema berichtete das Erste in "Brisant" am 02. Oktober 2019 um 17:15 Uhr.

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