Liam Fox und Guy Parmelin | Bildquelle: PETER KLAUNZER/EPA-EFE/REX

Für Zeit nach Brexit London und Bern schließen Handelsdeal

Stand: 11.02.2019 16:24 Uhr

Es ist zwar noch nicht soweit, aber für den Fall der Fälle ist schon vorgesorgt: Für die Zeit nach dem Brexit haben Großbritannien und die Schweiz ein Handelsabkommen unterzeichnet.

Die Schweiz hat mit Großbritannien als eines der ersten Länder einen Handelsvertrag für die Zeit nach dem Brexit ausgehandelt. In Bern unterzeichneten der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin und der britische Minister für internationalen Handel, Liam Fox, das Abkommen.

Fortsetzung der Handelsbeziehungen

Mit dem Vertrag wollen beide Seiten eine reibungslose Fortsetzung ihrer Beziehungen sicherstellen, nachdem Großbritannien aus der EU ausgetreten ist. Die Schweiz ist nicht EU-Mitglied, ist aber über Abkommen eng an die Europäische Union gebunden und nimmt am EU-Binnenmarkt teil.

Liam Fox und Guy Parmelin bei der Vetragsunterzeichnung | Bildquelle: AFP
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Der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin und der britische Minister für internationalen Handel, Liam Fox, unterzeichneten das Abkommen.

Es seien Komplikationen im Agrarbereich möglich, warnte Parmelin. Wenn das britische Parlament am 29. März - ohne Einigung auf den in Brüssel ausgehandelten Austrittsvertrag - aus der EU ausscheidet, drohe die Einfuhr von Tieren und tierischen Produkten aus Großbritannien unterbrochen zu werden.

Harter Brexit: Vertrag gilt ab 30. März

Falls es keinen Deal zwischen Großbritannien und der EU gibt - also kommt es zu einem harten Brexit - tritt das bilaterale Abkommen am 30. März in Kraft. Sollte es zu einem geordneten Brexit kommen, gilt der Vertag nach dem Ende der vorgesehenen zweijährigen Übergangsfrist, in der die EU-Regeln weiter gelten.

Beide Länder hatten unter anderem schon den Luftverkehr und Belange des Versicherungswesens bilateral geregelt, ebenso das Aufenthaltsrecht im jeweils anderen Land für ihre Bürger.

Die Schweiz exportiere im Jahr Waren im Wert von 11,4 Milliarden Franken (rund zehn Milliarden Euro) nach Großbritannien, sagte Parmelin. Großbritannien ist damit der sechstwichtigste Absatzmarkt. Die Schweiz sei für Großbritannien die fünftwichtigste Exportpartnerin außerhalb der EU.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Februar 2019 um 16:00 Uhr.

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