Fuego im Rauch | Bildquelle: REUTERS

Vulkan in Guatemala Tote nach Ausbruch des Fuego

Stand: 04.06.2018 22:05 Uhr

Bei einem Ausbruch des Feuervulkans in Guatemala sind laut Zivilschutz mindestens 62 Menschen ums Leben gekommen. Tausende sind auf der Flucht. Der Fuego ist einer der aktivsten Vulkane in Mittelamerika.

Nach einem Ausbruch des Feuervulkans (Volcán de Fuego) in Guatemala sind nach Angaben eines Behördensprechers 62 Leichen entdeckt worden. Zudem habe es rund 300 Verletzte gegeben, teilte die Regierung des lateinamerikanischen Landes auf Twitter mit.

Nach Angaben des Katastrophenschutzes Conred mussten 3265 Menschen aus dem Gebiet um den Vulkan rund 70 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Guatemala-Stadt in Sicherheit gebracht werden. Über dem Gebiet breitete sich eine riesige Rauch- und Aschewolke aus.

Tote nach Vulkanausbruch in Guatemala
tagesschau 20:00 Uhr, 04.06.2018, Marie-Kristin Boese, SWR

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Hunderte Helfer im Einsatz

Ein Lavastrom habe das Dorf El Rodeo zerstört, dabei seien Menschen in ihren Häusern verbrannt. Allein in dem Dorf San Miguel Los Lotes seien 18 Leichen gefunden worden, teilte ein Sprecher des Katastrophenschutzes mit. Viele Menschen werden noch vermisst. Conred-Leiter Sergio García Cabañas befürchtete, dass die Opferzahl weiter steigen könne.

Hunderte von Katastrohenschutzhelfern, Feuerwehrleuten, Polizisten und Soldaten versuchten, Überlebenden zu helfen und Tote und Verletzte zu bergen. Feuerwehrmänner berichteten, sie hätten Menschen gesehen, denen von pyroklastischen Ströme die Fluchtwege abgeschnitten worden seien. Solche pyroklastischen Ströme bestehen aus glühendem Auswurfmaterial, Gasen und fein zerstäubtem Gestein und können sehr schnell hangabwärts fließen. Je nach Größe erreichten diese Ströme Temperaturen bis zu 700 Grad Celsius, sagte der Direktor des Vulkaninstituts des mittelamerikanischen Landes, Eddy Sanchez.

Israel stellte nach dem tödlichen Vulkanausbruch Hilfe bereit. Über die Botschaft seien Nahrung, Decken und Medizin geliefert worden, teilte das Außenministerium in Jerusalem mit. Später wolle man sich mit den lokalen Behörden beraten.

Schlimmster Ausbruch der vergangenen Jahre

Nach Conred-Angaben handelte es sich um den schlimmsten Ausbruch der vergangenen Jahre. In vier Departments des mittelamerikanischen Landes gingen Asche und Gestein nieder. Die Rauchwolken waren demnach bis in einer Höhe von sechs Kilometern über dem Meeresspiegel zu sehen. Der Flughafen von Guatemala-Stadt musste wegen Ascheregens auf der Landebahn geschlossen werden, teilte die Flugbehörde DGAC mit.

Es ist der zweite Ausbruch des Fuegos in diesem Jahr. Er ist einer der aktivsten Vulkane in Mittelamerika und 3763 Meter hoch.

Ein Feuerwehrmann wird in Guatemala aus der Gefahrenzone des ausgebrochenen Feuervulkans gebracht. | Bildquelle: ESTEBAN BIBA/EPA-EFE/REX/Shutter
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Ein Feuerwehrmann wird in Guatemala aus der Gefahrenzone des ausgebrochenen Feuervulkans gebracht.

Männer reinigen eine von Vulkanasche bedeckte Straße in Guatemala-Stadt. | Bildquelle: dpa
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Männer reinigen eine von Vulkanasche bedeckte Straße in Guatemala-Stadt.

Über dieses Thema berichteten am 04. Juni 2018 die tagesschau um 04:48 Uhr und NDR Info um 06:15 Uhr in den Nachrichten.

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