Die "Grace 1" vor Gibraltar. | Bildquelle: AFP

Supertanker vor Gibraltar Offiziere der "Grace 1" wieder frei

Stand: 13.07.2019 03:53 Uhr

Der Kapitän und leitende Offiziere des vor Gibraltar festgesetzten Supertankers "Grace 1" sind gegen Kaution wieder auf freiem Fuß. Sie stehen unter Verdacht, mit Öllieferungen an Syrien gegen EU-Sanktionen verstoßen zu haben.

Der Kapitän und drei leitende Offiziere eines in Gibraltar festgesetzten Supertankers sind gegen Kaution auf freiem Fuß. Das teilte die Polizei nach Angaben des "Gibraltar Chronicle" mit. Gegen sie sei keine Anklage erhoben worden. "Die Untersuchung dauert an, die 'Grace 1' bleibt festgesetzt", heißt es weiter in der Mitteilung der Polizei.

Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den unter panamaischer Flagge fahrenden Supertanker in der vergangenen Woche vor Gibraltar gestoppt und an die Kette gelegt. Der Kapitän und leitende Offiziere der "Grace 1" stehen unter Verdacht, mit Öllieferungen an Syrien gegen EU-Sanktionen zu verstoßen.

Iran warnt Großbritannien

Der Oberste Gerichtshof in Gibraltar hat angeordnet, dass das Schiff mindestens bis zum 21. Juli nicht wieder auslaufen darf. Im Streit um den 330 Meter langen Tanker hat der Iran Großbritannien zuletzt eindringlich gewarnt. "Falls die Briten sich von den USA beeinflussen und auf gefährliche Spielchen einlassen wollen, raten wir ihnen, dies lieber nicht zu tun", sagte Außenamtssprecher Abbas Mussawi. Mussawi bestritt, dass Syrien das Ziel gewesen sei. Der Tanker "Grace 1" sei zu groß, um in syrische Häfen einzulaufen. Wohin der Tanker stattdessen fahren sollte, sagte Mussawi nicht.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Juli 2019 um 06:00 Uhr.

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