Google-Logo | Bildquelle: REUTERS

Umstrittene Kooperation Google lässt Vertrag mit Militär auslaufen

Stand: 02.06.2018 10:42 Uhr

Etliche Kündigungen, eine von Tausenden unterzeichnete Petition: Google hat offenbar auf die massiven Proteste im eigenen Haus gegen einen Vertrag mit dem US-Militär reagiert. Eine Verlängerung soll es nicht geben.

Google will dem US-Verteidigungsministerium laut Medienberichten nicht länger künstliche Intelligenz für Kriegsführung zur Verfügung stellen. Ein entsprechender Vertrag mit 18 Monaten Laufzeit und im Wert von weniger als zehn Millionen Dollar werde nicht über das Jahr 2019 hinaus verlängert, berichteten die "New York Times", Buzzfeed und das Technologie-Blog Gizmodo. Darüber habe die Chefin der Sparte Google Cloud, Diane Greene, ihre Mitarbeiter informiert.

Die Vereinbarung sieht vor, dass Google Algorithmen bereitstellt, die dem Pentagon bei der Bewertung von Videobildern helfen und effizientere Drohnenangriffe ermöglichen soll.

Das "Project Maven" spaltete die Google-Belegschaft, etliche Angestellte verließen den Konzern aus Empörung. Tausende andere Mitarbeiter unterzeichneten eine Petition, in der sie Unternehmenschef Sundar Pichai baten, das Projekt einzustellen. Zudem machen sich die Angestellten für eine Firmenpolitik stark, die einer Nutzung von Google-Technologie zum Zweck der Kriegsführung abschwört.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. Juni 2018 um 08:00 Uhr.

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