Demonstranten protestieren in Buenos Aires gegen den G20-Gipfel. | Bildquelle: REUTERS

G20 in Buenos Aires Tausende protestieren gegen Gipfel

Stand: 30.11.2018 22:24 Uhr

Buenos Aires hat sich auf heftige Proteste eingestellt. Doch der Auftakt der Demonstrationen gegen den G20-Gipfel blieb bunt - und weitgehend friedlich.

Am ersten Tag des G20-Gipfels haben Tausende Menschen in der argentinischen Hauptstadt gegen das Treffen der Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer protestiert.

Die Demonstranten zogen über die Prachtstraße 9 de Julio Richtung Kongress und skandierten: "Raus mit Trump und den imperialistischen Führern." Auf Transparenten war zu lesen: "Sie wollen Krieg und wir lassen sie nicht in Frieden." An der Spitze des Zugs marschierten barbusige Frauen, die sich die Flaggen der G20-Länder auf den Oberkörper gemalt hatten.

"Der Kapitalismus und die G20 wollen die natürlichen Ressourcen ausbeuten und uns zu 12 bis 14 Stunden Arbeit zwingen", sagte der Demonstrant Osmar. Der Textilarbeiter aus Bolivien lebt bereits seit 15 Jahren in Argentinien. "Ich verdiene 18.000 Pesos (rund 420 Euro) im Monat. Davon kann nicht einmal eine Katze überleben."

Matthias Ebert, ARD Rio de Janeiro, z. Zt. Buenos Aires, mit einer Einschätzung zum G20-Gipfel
nachtmagazin 01:00 Uhr, 01.12.2018

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Friedlicher Protestzug

Der Protestzug blieb weitgehend friedlich. An einer Straßenkreuzung vermummten sich einige Demonstranten und steckten eine mitgebrachte Holzkonstruktion in Brand. Vor dem Kongress sangen die Demonstranten zur Musik des Partisanenlieds "Bella ciao" über den argentinischen Präsidenten Mauricio Macri: "Macri ciao, Macri ciao, Macri ciao ciao ciao."

Die Sicherheitskräfte hatten sich auf heftige Proteste vorbereitet und die Innenstadt weitgehend abgeriegelt. An den Gipfeltagen sind in der argentinischen Hauptstadt 25.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz. In Argentinien gibt es eine gut organisierte und kampferprobte linke Szene. Die Proteste richten sich gegen den G20-Gipfel, den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die argentinische Regierung.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 30. November 2018 um 22:00 Uhr.

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