Sicherheitsvorkehrungen zum G20-Gipfel in Buenos Aires | Bildquelle: Alberto Valdes/EPA-EFE/REX/Shutt

G20 in Buenos Aires Bloß nicht wie in Hamburg

Stand: 30.11.2018 15:57 Uhr

Tausende Polizisten und Soldaten sollen den G20-Gipfel schützen. Die Sorge in Buenos Aires ist groß: Bilder wie beim Treffen in Hamburg im Vorjahr will Argentiniens Regierung unbedingt verhindern.

Argentiniens Hauptstadt hat sich eingeigelt. In Buenos Aires bleiben Geschäfte, Behörden und Schulen geschlossen. Die U-Bahn steht still. Zwei der drei Flughäfen stellen den Betrieb ein. 22.000 Polizisten riegeln weite Teile der Stadt ab, dazu kommen 3000 Soldaten.

Allein die Sperrzone am Ufer des Rio de la Plata ist zwölf Kilometer lang. Die US-Streitkräfte stationierten im benachbarten Uruguay 400 Soldaten und Awacs-Aufklärungsflugzeuge. Vor der Küste soll der Flugzeugträger "USS Carl Vinson" kreuzen. Das argentinische Sicherheitsministerium beschaffte sich 15 Millionen Gummigeschosse und zwei Millionen Schuss scharfe Munition.

Die Angst ist groß, dass Buenos Aires das gleiche Schicksal ereilt wie Hamburg. Vor 17 Monaten sprachen beim G20-Gipfel am Ende alle nur über die Gewalt auf den Straßen in der norddeutschen Großstadt.

Auftakt von G20-Gipfel in Argentinien findet ohne Angela Merkel statt
tagesschau 17:00 Uhr, 30.11.2018, Stefan Niemann, ARD Washington zzt. Buenos Aires

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Aufruf zu Protesten

Das Schaulaufen der Staats- und Regierungschefs in Buenos Aires dürfte manche Leute wütend machen. Das Land ist im Krisenmodus: Die Inflation und Arbeitslosigkeit ist hoch, die Benzin- und Gaspreise steigen. Gewerkschaften, soziale Bewegungen und linke Gruppen riefen zu Protesten gegen den G20-Gipfel auf. Auch aus Deutschland sind Demonstranten angereist, die schon beim Hamburg dabei waren.

Zehntausende werden erwartet

Ihre Kritik richtet sich dabei auch gegen die - aus ihrer Sicht - neoliberale argentinische Regierung und den Internationalen Währungsfonds, der im Gegenzug für milliardenschwere Kredite harte Sparmaßnahmen fordert. Die größte Demonstration wird zum Auftakt erwartet. Zehntausende sollen zur großen "Weg mit den G20"-Demo kommen. 

Tatsächlich gibt es in Argentinien eine gut organisierte und kampferprobte linke Szene. Selbst bei Protesten gegen Rentenkürzungen fliegen dort schon einmal Steine und Molotowcocktails. Sicherheitsministerin Patricia Bullrich kündigte an: "Gewalttätige Aktionen dürfen nicht vorkommen. Wir werden sehr streng sein."

Sicherheitsvorkehrungen zum G20-Gipfel in Buenos Aires | Bildquelle: dpa
galerie

Mit Straßensperren werden Fahrradfahrer gehindert, in den Sicherheitsbereich zu gelangen.

Kanzlerin fehlte zum Auftakt

Zum Auftakt blieb es immerhin ruhig. An ersten informellen Gesprächen nahmen unter anderem Russlands Präsident Wladimir Putin und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman teil. Argentiniens Präsident Mauricio Macri begrüßte die Teilnehmer - auch Salman erhielt einen Handschlag und ein Lächeln. Er wird verdächtigt, den Mord an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi in Auftrag gegeben oder zumindest davon gewusst zu haben.

Nur die Bundeskanzlerin fehlte. Angela Merkel wird an der Spitze der deutschen Delegation erst gegen Abend in Buenos Aires eintreffen. Sie musste nach einer Panne an ihrer Regierungsmaschine "Konrad Adenauer" zunächst nach Köln umkehren und auf einen Linienflug über Madrid ausweichen.

Bis zu ihrem Eintreffen wird Deutschland beim G20-Treffen vom Staatssekretär im Finanzministerium, Wolfgang Schmidt sowie von Wirtschaftsberater und Regierungsunterhändler Lars-Hendrik Röller vertreten. Merkel verpasst auch ein bilaterales Treffen mit US-Präsident Donald Trump - ob dies noch in Buenos Aires nachgeholt werden kann, ist unklar.

Die Polizei stellte vor einer Kundgebung - zehn Kilometer vom Zentrum entfernt - acht Molotowcocktails sicher. Ausschreitungen wurden zunächst nicht gemeldet. Auch habe es noch keine Ausweisungen von Aktivisten aus dem Ausland gegeben, verkündete Sicherheitsministerin Bullrich. Doch da hat der Gipfel noch gar nicht richtig begonnen.

Merkel trifft wegen defekter Regierungsmaschine verspätet bei G20-Gipfel in Argentinien ein
tagesschau 16:00 Uhr, 30.11.2018

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Mit Informationen von Ivo Marusczyk, ARD-Studio Buenos Aires

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 30. November 2018 um 16:00 Uhr.

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