Ein Angestellter erläutert den Abbau der Brennstäbe in Fukushima. | Bildquelle: REUTERS

Fukushima Entfernung von Brennstäben beginnt

Stand: 15.04.2019 09:57 Uhr

Der Betreiber der Atomruine im japanischen Fukushima hat mit der Entfernung von Kernbrennstoffresten begonnen. Ferngesteuerte Geräte holen die radioaktiv verseuchten Brennstoffe aus dem Atomkraftwerk.

Gut acht Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat der Betreiber erstmals mit der Bergung von Brennstäben aus einem der zerstörten Unglücksreaktoren begonnen.

Wie der Konzern Tepco bekanntgab, sollen zunächst sieben unbenutzte Brennstäbe aus dem Abklingbecken des Reaktors 3 herausgeholt werden. Dort lagern insgesamt 566 abgebrannte sowie unbenutzte Brennstäbe.

Acht Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima: Bergung der Brennstäbe
tagesschau 17:00 Uhr, 15.04.2019, Uwe Schwering, ARD Tokio

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Schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl

Die Reaktoren 1 bis 3 waren am 11. März 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zerstört worden, es kam zu Kernschmelzen. Wegen der radioaktiven Strahlung mussten damals rund 160.000 Anwohner fliehen. Noch immer können rund 30.000 Menschen nicht zurück. Es war die schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl 1986.

Die Arbeiten hätte bereits vor vier Jahren beginnen sollen. Technische Schwierigkeiten und Trümmerteile verzögerten den Einsatz immer wieder. Die Experten hätten vorsichtig bei der Entfernung der Trümmerteile vorgehen müssen, sagte Tepco-Sprecherin Yuka Matsubara der Nachrichtenagentur AFP. Probleme bereitete demnach auch der Staub, der bei dem Einsatz aufgewirbelt wurde und die radioaktive Strahlung verstärkte.

Bergung noch bis 2021

Im Februar hatte Tepco mit einem Roboter erfolgreich mehrere kieselsteingroße Kernbrennstoffreste in Reaktor 2 aufgelesen. In den Reaktoren waren schon öfter Roboter unterwegs, um nach geschmolzenem Brennstoff zu suchen und Fotos zu machen. Dessen Bergung gilt als der schwierigste Teil beim Abbau der Atomruine. Der Betreiber Tepco rechnet damit, dass die Bergung noch bis Ende März 2021 dauern wird.

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Beben, Tsunami, Super-GAU: Chronologie der Katastrophen (11.03.-15.04.2011)

Chronologie der Katastrophen in Japan (11. März bis 15. April 2011)

Tsunami

11. März: Das stärkste jemals gemessene Erdbeben in Japan mit einer Stärke von 9,0 erschüttert die Nordostküste des Landes. Kurz nach dem Beben erreicht eine bis zu zehn Meter hohe Tsunami-Welle die Küste. Das Bild ist bei Minamisoma in der Präfektur Fukushima aufgenommen worden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 15. April 2019 um 10:00 Uhr in den Nachrichten.

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