Karte: Spanien, Marokko, mit Straße von Gibraltar und Alborán Meer

Straße von Gibraltar Marokkos Marine rettet 242 Migranten

Stand: 27.07.2019 09:28 Uhr

Migranten versuchen wieder verstärkt, über die Straße von Gibraltar nach Europa zu kommen. Dort gerieten jetzt mehrere Flüchtlingsboote in Seenot. Marokkos Marine rettete 242 Menschen und brachte sie zurück nach Marokko.

Die marokkanische Marine hat im Mittelmeer 242 Migranten gerettet. Ihre Schlauchboote seien beim Versuch, nach Spanien zu gelangen, in Seenot geraten, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur MAP. Unter ihnen seien 50 Frauen und zwölf Minderjährige gewesen.

Die aus Gebieten südlich der Sahara stammenden Migranten hätten sich nahe der spanischen Küste befunden, unter anderem in der Straße von Gibraltar. Einige hätten gesundheitliche Probleme gehabt. Sie seien behandelt worden und in marokkanische Häfen zurückgebracht worden.

Mehr als 200 Tote seit Jahresbeginn

Im Februar hatte die spanische Regierung mit Marokko eine Einigung über eine teilweise Rücknahme von im Mittelmeer aufgegriffenen Migranten erzielt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren alle Flüchtlinge, die in der Straße von Gibraltar oder dem Alborán-Meer auf dem Weg nach Spanien von Booten gerettet wurden, automatisch nach Spanien gebracht worden.

Die Straße von Gibraltar ist an ihrer schmalsten Stelle nur 14 Kilometer breit. Nirgendwo sonst ist die Distanz zwischen dem europäischen und dem afrikanischen Kontinent geringer. Alborán-Meer wird der daran anschließende, westlichste Teil des Mittelmeers genannt.

Nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit Jahresbeginn mehr als 15.000 Migranten in Spanien angekommen, 12.000 davon über den Seeweg. Mehr als 200 kamen bei der Überfahrt ums Leben. Wegen der harten Haltung der populistischen Regierung in Italien nutzen Flüchtlinge wieder verstärkt die Route weiter westlich über das Mittelmeer, die nach Spanien führt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Juli 2019 um 09:50 Uhr.

Darstellung: