Halbautomatische Waffen in einem Geschäft in den USA | Bildquelle: AFP

US-Bundesstaat Florida NRA klagt gegen strikteres Waffenrecht

Stand: 10.03.2018 04:31 Uhr

Gerade erst hat Floridas Gouverneur Scott das Gesetz über ein strikteres Waffenrecht unterzeichnet, schon klagt die US-Waffenlobby dagegen. Die NRA will ein höheres Mindestalter für Waffenkäufe nicht hinnehmen.

Die US-Waffenlobby NRA klagt gegen ein neues Gesetz im Bundesstaat Florida, das den Gebrauch und Erwerb von Schusswaffen strikter regelt.

Mit der neuen Regelung würden gesetzestreue Waffenbesitzer für die kriminellen Handlungen einer "gestörten Person" bestraft, sagte der Chef des NRA-Instituts für Rechtsmaßnahmen, Chris W. Cox, laut einem Bericht des Senders CNN. "Die Sicherung unserer Schulen und der Schutz der Verfassungsrechte von Amerikanern schließen sich nicht gegenseitig aus", so Cox.

NRA gegen Heraufsetzung des Mindestalters

Die NRA stößt sich demnach besonders an der Heraufsetzung des Mindestalters für den Waffenkauf von 18 auf 21 Jahre. Bei 18-Jährigen handle es sich um Erwachsene, die ihre Rechte ausüben dürfen sollten, argumentieren die Lobbyisten. Die Klage wurde im Bezirk Northern Distrikt in Florida eingereicht.

Rick Scott | Bildquelle: AP
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Floridas republikanischer Gouverneur Scott hat das neue Gesetz unterzeichnet.

Floridas republikanischer Gouverneur Rick Scott hatte erst kurz zuvor das neue Gesetz unterzeichnet. Unter anderem wird darin das Mindestalter für den Waffenerwerb auf 21 Jahre hochgesetzt. Ferner müssen Waffenkäufer eine Wartezeit von drei Tagen in Kauf nehmen, um Affekthandlungen vorzubeugen. Bestimmte Bedienstete an Schulen in Florida sollen künftig Schusswaffen zur Abschreckung und Verteidigung gegen mögliche Angreifer tragen dürfen.

17 Menschen getötet

Die Verschärfung des Waffengesetzes ist eine Reaktion auf eine Bluttat an einer High School in der Stadt Parkland. Ein 19-Jähriger hatte dort am 14. Februar 17 Menschen erschossen, darunter zahlreiche Schülerinnen und Schüler. Der Schütze wurde festgenommen und wegen Mordes angeklagt. Er hatte die Waffen legal gekauft, obwohl bekannt war, dass er seit langer Zeit psychische Probleme hatte und verhaltensauffällig war. Die NRA hatte bereits im Vorfeld gegen das Gesetz protestiert. Aktivisten, die sich gegen Schusswaffen aussprechen, geht das Gesetz dagegen nicht weit genug.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 10. März 2018 um 09:00 Uhr.

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