Nigel Farage

Brexit-Befürworter Farage verlässt die UKIP

Stand: 16.03.2019 15:34 Uhr

Mit seiner UKIP-Partei war Nigel Farage einer der Hauptinitiatoren des Brexits. Nun hat Farage die Partei verlassen. Als Grund nannte er rassistische und extremistische Tendenzen.

Der ehemalige Chef der EU-feindlichen britischen UKIP-Partei, Nigel Farage, verlässt die Partei. Als Grund nannte er die zunehmende Akzeptanz rechter Aktivisten in der Partei. Farage schrieb im "Daily Telegraph", unter seiner Parteiführung seien Extremisten aus der UKIP ausgeschlossen worden. Sein Nachfolger Gerard Batten lenke die UKIP in aber eine ganz andere Richtung. Unter ihm öffne sie sich extremistischen und rassistischen Kräften.

Es gebe in der britischen Politik viel Platz für eine Brexit-Partei, schrieb Farage. Die UKIP sei aber "nicht die Brexit-Partei, die unser Land so dringend benötigt". Farage, der die UKIP 1993 mit gegründet hatte, war einer der Hauptinitiatoren des Referendums über den Austritt Großbritanniens aus der EU.

Eine Partei in der Krise

Kurz nach dem Referendum 2016 war Farage vom Parteivorsitz zurückgetreten. Seitdem steckt die Partei in der Krise und versinkt immer mehr in der Bedeutungslosigkeit.

Bei der britischen Parlamentswahl im Juni 2017 verlor die UKIP ihren einzigen Sitz im Unterhaus. Zudem wurde die Partei durch ein Führungschaos geschwächt. Nach einer Reihe von Wechseln an der UKIP-Spitze übernahm im April der EU-Abgeordnete Batten den Posten. Im vergangenen Monat hatte Farage Batten bereits zum Rücktritt aufgerufen, nachdem dieser den Gründer der rechtsextremen English Defence League, Tommy Robinson, zu seinem Berater ernannt hatte.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. Dezember 2018 um 02:00 Uhr.

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