Schutt auf einem Bürgersteig nach dem Erdbeben Ibaraki im Osten Japans  | Bildquelle: dpa

Erschütterung der Stärke 6,1 Tote nach Erdbeben in Japan

Stand: 18.06.2018 10:40 Uhr

Bei einem starken Erdbeben in Japan sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 200 Menschen im Raum der Millionenstadt Osaka wurden verletzt.

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,1 sind in der japanischen Hafenstadt Osaka ein neunjähriges Mädchen und zwei ältere Männer über 80 ums Leben gekommen. Das bestätigten die Präfektur Osaka und die Stadt Ibaraki. Die Brand- und Katastrophenschutzbehörde teilte mit, 214 Personen seien in Krankenhäusern wegen Verletzungen behandelt worden.

Die Erschütterung hatte Osaka kurz nach 8 Uhr morgens heimgesucht und mehrere Gebäudebrände sowie den Einsturz von Wänden ausgelöst. Nach der Erschütterung in zehn Kilometern Tiefe bestand keine Tsunamigefahr, wie Japans Wetterbehörde mitteilte.

"Ich sah die Decke und den Boden schwanken, ich konnte kaum stehen", schilderte ein Pendler am Bahnhof Osaka den Moment des Bebens. "Es war unheimlich."

Ein Mann steht vor einem eingestürzten Tempel | Bildquelle: REUTERS
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Die Erschütterung hatte Osaka kurz nach 8 Uhr morgens heimgesucht.

Keine Unregelmäßigkeiten in Atomkraftwerken

Durch die Erschütterung fiel in mehr als 170.000 Haushalten in Osaka und der Nachbarprovinz Hyogo der Strom aus, berichtete der japanische Fernsehsender NHK. In Mehr als 100.000 Haushalten wurde die Gasversorgung unterbrochen. Berichte über Unregelmäßigkeiten in Atomkraftwerken der Region gab es jedoch nicht, hieß es.

Eine Wasserleitung unter einer Straße platzte, wodurch die Gegend überschwemmt wurde, wie japanische Medien weiter berichteten. Hochgeschwindigkeitszüge wurden gestoppt, auch andere Züge blieben mitten im morgendlichen Berufsverkehr liegen.

Tektonische Verwerfungen

Experten warnen schon seit langem vor starken Beben in der Region, da sich dort mehrere tektonische Verwerfungen befinden. So verläuft eine davon direkt unter der Metropole Osaka entlang und gilt als besonders gefährlich, da sie seit mehr als 10.000 Jahren inaktiv ist. 1995 war die Region im Westen des Landes von einem Beben der Stärke 7,3 heimgesucht worden. Damals kamen 6434 Menschen ums Leben. 

Schweres Erdbeben in Japan - mindestens drei Tote
Jürgen Hanefeld, NDR Tokio
18.06.2018 07:40 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Juni 2018 um 09:00 Uhr.

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